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Lehrplan
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Über diesen Lehrplan
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Fachspezifischer Teil - Elementare Musikpädagogik
 Lehrplan Elementare Musikpädagogik zum Download
Bitte sehen Sie auch den Text und die Facettenberichte unter Projekte
Allgemeines/Vorwort
Der Fachbereich Elementare Musikpädagogik (EMP) beschäftigt sich mit Zielen, Inhalten und Methoden des elementaren Musizierens. Dabei sind Musik, Bewegung, Tanz, Stimme und Sprache eng miteinander verbunden.
Alle Grundsätze der EMP gelten unabhängig von Alter oder Vorbildung gleichermaßen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Elementares Musizieren ist für jeden erleb- und erlernbar.
Der Unterricht findet in Gruppen statt und ermöglicht einen ganzheitlichen, kreativen, prozess- und handlungsorientierten Umgang mit Musik und Bewegung. Kreative Betätigung und aktive Beteiligung stehen im Vordergrund.
Im Bereich der EMP gibt es folgende Angebote:
sowie Elementaren Musikunterricht mit speziellen Schwerpunkten wie z.B.:
Ergänzende und begleitende Unterrichtsformen:
1. Repertoire – inhaltliche Breite
Das Repertoire ist vielseitig und umfasst alle Musikepochen und Stilrichtungen, wobei Musik, Bewegung, Tanz, Stimme und Sprache eng miteinander verbunden sind.
>>> Literaturdatenbank
2. Musizierformen
Elementares Musizieren und Bewegen:
>>> Literaturdatenbank
3. Eignung, Lernvoraussetzungen
Es gibt keine besonderen Voraussetzungen, elementares Musizieren ist für jeden erleb- und erlernbar.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
4. Ganzheitliche Pädagogik
Methodisch-didaktische Grundsätze in der EMP
Ganzheitlichkeit
EMP spricht den Menschen in seiner Gesamtheit von Körper, Intellekt und Emotionalität an. EMP nimmt den "ganzen Menschen" in den Blick, indem sinnliches und emotionales Erleben ermöglicht wird und kognitive Einsichten gefördert werden.
Handlungsorientierter Unterricht
Elementarer Musikunterricht ermöglicht eigenständiges Handeln in den Bereichen Musik, Bewegung, Stimme und Sprache.
Verknüpfung und Wechselwirkung von Musik, Bewegung, Stimme, Sprache und bildnerischer Gestaltung
In der EMP wird Musik mit Bewegung, Tanz, Stimme, Sprache und bildnerischem Gestalten methodisch verknüpft und dadurch in Beziehung zueinander gestellt.
Verbindung von Aktionsbereichen
Die Unterrichtsplanung berücksichtigt eine sinnvolle Wechselwirkung, Verknüpfung und Abwechslung folgender Aktionsbereiche:
Lernform Spiel
In der EMP ermöglicht das Spiel den Menschen grundlegende Erfahrungen, die eine wesentliche Basis für das spätere rationale Erschließen bilden. Spiel prägt den Unterricht und ermöglicht einen lustvollen und freiwilligen Zugang zu Unterrichtsthemen. Dabei kann auch Raum für freie Spielphasen bleiben.
Erleben ? Erkennen ? Benennen
Der Lernprozess führt aus der Praxis zur Theorie und somit zum Verständnis. Die Einbeziehung und Vernetzung verschiedener Wahrnehmungsbereiche (auditiv, visuell, taktil, kinästhetisch, vestibulär) ermöglicht individuelle Erfahrungen, die durch die Reflexion in der Gruppe noch bereichert werden und zum buchstäblichen „Begreifen“ führen.
Prozessorientierter Unterricht
Im Elementaren Musikunterricht steht nicht nur das Resultat im Vordergrund. Dem individuellen Lernprozess – primär in der musikalischen, aber auch in der kreativen, sozialen, körperlichen, kognitiven und emotionalen Entwicklung – kommt besondere Bedeutung zu. Die abrufbare Leistung tritt in den Hintergrund.
Raum für kreative Prozesse
Der Elementare Musikunterricht bietet „Frei- und Spiel-Räume“ für den persönlichen Ausdruck und individuelle Lösungen. Exploration und Improvisation haben im Unterricht genauso Platz wie Komposition, Gestaltung, Variation und Reproduktion.
Struktur in der Unterrichtsgestaltung
Der Aufbau der Unterrichtseinheit ergibt durch eine sinnvolle Reihung (Einstimmung – Entwicklung – Vertiefung – Abschluss) einen Spannungsbogen. Ebenso soll bei der längerfristigen Planung ein logischer Aufbau berücksichtigt werden. Reflexion ist Bestandteil jeder Planung. Rituale und Wiederholungen geben Sicherheit und Struktur. Flexibilität in der Durchführung Stundenplanung ist wichtig und gibt allen Beteiligten Sicherheit. Dennoch haben der Dialog zwischen Pädagogin/ Pädagoge und der Gruppe sowie die Interaktion innerhalb der Gruppe im Unterricht einen hohen Stellenwert. Daher agiert und reagiert die Lehrkraft situationsbezogen und flexibel.
Anpassung der Inhalte und Methoden an die Zielgruppe
Die Auseinandersetzung mit Musik über Bewegung, Sinne, Körper, Stimme, Sprache, Instrumente und bildnerisches Gestalten ist unabhängig von Alter und Entwicklungsstand. Alters- und entwicklungsabhängig sind die Auswahl der Inhalte, die Komplexität des Angebots, das Fortschreiten beziehungsweise die Steigerung, die Betrachtungsweise sowie die Methoden des elementaren Umgangs mit Musik und Bewegung.
Die Qualität des Elementaren Musikunterrichts ergibt sich aus der Vernetzung der methodisch-didaktischen Grundsätze. Gruppenkonstellationen, gruppendynamische und kreative Prozesse, Alter der Zielgruppe und andere Komponenten bewirken, dass bestimmte methodisch-didaktische Grundsätze phasenweise in den Vordergrund treten.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 4.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
5. Körper und Instrument, Technik
Aktionsbereiche und Unterrichtsinhalte der EMP
Alle Aktionsbereiche und Unterrichtsinhalte der EMP werden im Unterrichtsablauf in vielfältigen Kombinationen angeboten, sind miteinander verknüpft, ergänzen einander und stehen in Wechselwirkung zueinander.
Aktionsbereiche:
Singen und Sprechen
Die Stimme ist als vielseitiges und ureigenstes Instrument ein wesentliches Ausdrucksmittel des Menschen, das ihn sein ganzes Leben hindurch begleitet.
Unterrichtsinhalte:
Bewegung und Tanz
Bewegung ist ebenso wie die Stimme ein elementares Ausdrucksmittel des Menschen. Bewegung, tänzerische und szenische Gestaltungen sprechen Kinder und Erwachsene ganzheitlich auf mehreren Ebenen an und sind gute Voraussetzungen für ein weiterführendes musikalisches Lernen.

Unterrichtsinhalte:
Sinneserfahrungen
Die Sensibilisierung der Sinne ist Voraussetzung für eine differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit. Sie wirkt mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen in alle anderen Aktionsbereiche der EMP hinein.

Unterrichtsinhalte:
Entwickeln und Sensibilisieren des auditiven Wahrnehmungsvermögens
Entwickeln und Sensibilisieren des taktilen Wahrnehmungsvermögens
Entwickeln und Sensibilisieren der kinästhetischen (propriorezeptiven) Wahrnehmung
Entwickeln und Sensibilisieren der visuellen Wahrnehmung
Entwickeln und Sensibilisieren der vestibulären Wahrnehmung
Elementares Musizieren mit Instrumenten
Das Spiel auf Instrumenten (z.B. Stabspielen, Perkussionsinstrumenten, körpereigenen Instrumenten und anderen Klangerzeugern) weckt die Freude am gemeinsamen Musizieren. Es können aber auch traditionelle Instrumente in der elementaren Musizierpraxis eingesetzt werden. Durch klare Aufgabenstellungen und strukturierte Aktionen wird Raum geschaffen um Musik zu erleben. Strukturen des Instrumentalspiels sind z.B. Imitation, geplante Gestaltung, Reproduktion und Improvisation.

Unterrichtsinhalte:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.5.
>>> Literaturdatenbank
6. Kultur-, musikhistorisches und musikkundliches Wissen
Aktionsbereiche und Unterrichtsinhalte der EMP
Alle Unterrichtsinhalte und Aktionsbereiche der EMP werden im Unterrichtsablauf in vielfältigen Kombinationen angeboten, sind miteinander verknüpft, ergänzen einander und stehen in Wechselwirkung zueinander.
Die Aktionsbereiche:
Musik hören
Musik hören bedeutet, sich bewusst und aufmerksam der Musik zuzuwenden und die Eindrücke in verschiedener Weise wirken zu lassen. Strukturelles Hören von Musik ist ebenso von Bedeutung wie das subjektive Empfinden des emotionalen Gehalts.

Unterrichtsinhalte:
Musiklehre
Musiklehre umfasst Informationen über allgemeine Grundlagen der Musik. Das Besondere des Elementaren Musikunterrichts ist, dass die TeilnehmerInnen alle Inhalte dieses Aktionsbereiches durch eigene praktische Erfahrungen selbst erleben und gestalten können.

Unterrichtsinhalte:
Instrumenteninformation
In diesem Unterrichtsbereich werden verschiedene Instrumente und deren Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Die Instrumenteninformation hat in den verschiedenen Zielgruppen der EMP unterschiedliche Gewichtung.

Unterrichtsinhalte:
>>> siehe auch: Punkt 16
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.3.
>>> Literaturdatenbank
7. Lebendiger Unterricht und vielfältige Unterrichtsformen
Einzel-, Partner-, Gruppen-, Ensemble- und Klassenunterricht
Wechsel der Aktionsphasen
Im Unterricht wechseln die Aktionsphasen ab, um einerseits jeden Menschen in seiner Ganzheitlichkeit und andererseits unterschiedliche Persönlichkeiten und Lerntypen anzusprechen. Die Inhalte werden durch verschiedene Herangehensweisen erlebt und erarbeitet.
Auf folgenden Ebenen finden Wechsel statt:
  • Auf sozialer Ebene (allein, mit Partner, in der Klein- oder Großgruppe, Führungswechsel)
  • Im Einsatz unterschiedlicher Medien (Materialien, Instrumente, visuelle Medien, Tonträger etc.)
  • Durch Experimentier-, Produktions- und Reproduktionsphasen
  • Spannungs- und Entspannungsphasen
  • Bewegungs- und Ruhephasen
  • Durch Aktivierung verschiedener Wahrnehmungskanäle
  • Bedeutung der sozialen Komponente
    Elementarer Musikunterricht findet aus methodisch-didaktischen Gründen in der Gruppe statt. Musik, Bewegung, Stimme und Sprache sind kommunikative Ausdrucksformen. Soziale Prozesse beeinflussen die musikalische und künstlerische Entwicklung positiv. Die EMP bietet gute Voraussetzungen für Integrationsgruppen.
    Die Qualität des Elementaren Musikunterrichts ergibt sich aus der Vernetzung der methodisch-didaktischen Grundsätze. Gruppenkonstellationen, gruppendynamische und kreative Prozesse, Alter der Zielgruppe und andere Komponenten bewirken, dass bestimmte methodisch-didaktische Grundsätze phasenweise in den Vordergrund treten.
    (Methodisch-didaktische Grundsätze der EMP siehe Punkt 4)
    >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
    >>> Literaturdatenbank
    8. Übeformen/Übepraxis
    Vielfältige Wiederholungen und Übungen finden im Unterricht und gegebenenfalls auch zu Hause statt.
    >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.
    >>> Literaturdatenbank
    9. Einbeziehung und Mitarbeit der Eltern
    Kontakt zu den Erwachsenen, Elternarbeit bei Eltern-Kind-Gruppen
    Regelmäßige Kontakte mit den Erwachsenen in Form von Informationsabenden und persönlichen Gesprächen ergänzen den Unterricht. Der erste Informationsabend sollte vor der ersten Unterrichtsstunde stattfinden. Bei diesem ersten Kontakt sollen folgende Gruppenregeln mit den Erwachsenen geklärt werden:
    Elternarbeit in Gruppen mit Kindern
    Regelmäßiger Kontakt zu den Eltern soll in vielfältiger Form gesucht und entwickelt werden. Persönliche Gespräche, Elternbriefe, Informations- und Elternabende, Austausch über Zielvorstellungen, Elternmusizierstunden (ohne Kinder), offene Stunden, Mitmach-Gelegenheiten etc. machen das Unterrichtsgeschehen transparent und fördern das Interesse und Verständnis für die Unterrichtsinhalte. LehrerInnen und Eltern sollten über die Entwicklung der Kinder im Austausch bleiben. In adaptierter Form gilt dies auch für die Arbeit mit Jugendlichen.
    Elternarbeit in Gruppen für Menschen mit Behinderung
    Zusätzlich zur Elternarbeit sind Kontakt und Austausch mit den betreuenden Personen und Einrichtungen wichtig.
    >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.5.
    >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.5.
    >>> Literaturdatenbank
    10. Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts
    Jede Stunde wird einzeln konzipiert und richtet sich nach Alter, Größe und besonderen Erfordernissen der jeweiligen Gruppe. Gegebenenfalls werden die Unterrichtsinhalte auf die Lebenswelt und den Jahreskreis bezogen und auf die jeweils zu erreichenden Ziele abgestimmt. Stundenplanung ist wichtig und gibt allen Beteiligten Sicherheit. Dennoch haben der Dialog zwischen Lehrerin/Lehrer und der Gruppe sowie die Interaktion innerhalb der Gruppe im Unterricht einen hohen Stellenwert. Daher agiert und reagiert die Lehrkraft situationsbezogen und flexibel.
    Der Aufbau der Unterrichtseinheit ergibt durch eine sinnvolle Reihung (Einstimmung – Entwicklung – Vertiefung – Abschluss) einen Spannungsbogen. Ebenso soll bei der längerfristigen Planung ein logischer Aufbau berücksichtigt werden. Reflexion ist Bestandteil jeder Planung. Rituale und Wiederholungen geben Sicherheit und Struktur.
    >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.
    >>> Literaturdatenbank
    11. Lernziele/Bildungsziele (nach Entwicklungsstufen/Leistungsstufen)
    Unterrichtsziele in der EMP
    Ziele und Kompetenzerweiterungen im musikalischen Bereich:
    Das Musizieren und die musikalische Kompetenzerweiterung stehen im Zentrum des Unterrichts.
    Ziele und Kompetenzerweiterung im Bewegungs- und Tanzbereich:
    Der Elementare Musikunterricht kann zusätzlich Kompetenzen in folgenden Bereichen fördern:
    Elementarer Musikunterricht für Eltern-Kind-Gruppen
    Fachspezifische Unterrichtsziele
    (Diese ergänzen die Lern- und Bildungsziele der EMP, siehe oben)
    Elementarer Musikunterricht für Kinder von 4 bis 6 Jahren
    Fachspezifische Unterrichtsziele
    (Diese ergänzen die Lern- und Bildungsziele der EMP, siehe oben)
    Elementarer Musikunterricht für Kinder von 6 bis 12 Jahren
    (Lern- und Bildungsziele, siehe oben)
    Elementarer Musikunterricht für Jugendliche
    (Lern- und Bildungsziele, siehe oben)
    Elementarer Musikunterricht für Erwachsene
    (Lern- und Bildungsziele, siehe oben)
    Elementarer Musikunterricht für Menschen mit Behinderung
    (Diese ergänzen die Lern- und Bildungsziele der EMP, siehe oben)
    Elementarer Musikunterricht für Seniorinnen und Senioren
    Fachspezifische Unterrichtsziele
    (Diese ergänzen die Lern- und Bildungsziele der EMP, siehe oben)
    >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
    >>> Literaturdatenbank
    12. Empfehlungen für Übertrittsprüfungen
    >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
    >>> Literaturdatenbank
    13. Besondere Hinweise zum „frühinstrumentalen Unterricht“ und zum Unterricht mit „jugendlichen und erwachsenen AnfängerInnen“
    Der Fachbereich Elementare Musikpädagogik (EMP) beschäftigt sich mit Zielen, Inhalten und Methoden des elementaren Musizierens, dabei sind Musik, Bewegung, Tanz, Stimme und Sprache eng miteinander verbunden. Alle Grundsätze der EMP gelten unabhängig von Alter oder Vorbildung gleichermaßen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Elementares Musizieren ist für jede/jeden erleb- und erlernbar. Der Unterricht findet in Gruppen statt und ermöglicht einen ganzheitlichen, kreativen, prozess- und handlungsorientierten Umgang mit Musik und Bewegung. Kreative Betätigung und aktive Beteiligung stehen im Vordergrund.
    Im Bereich der EMP gibt es folgende Angebote:
  • Elementarer Musikunterricht für Eltern-Kind-Gruppen
  • Elementarer Musikunterricht für Kinder von 4 bis 6 Jahren
  • Elementarer Musikunterricht für Kinder von 6 bis 12 Jahren
  • Elementarer Musikunterricht für Jugendliche
  • Elementarer Musikunterricht für Erwachsene bis zum Seniorenalter
  • Elementarer Musikunterricht für Menschen mit Behinderung
  • >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
    >>> Literaturdatenbank
    14. Hinweise zum Unterricht mit „Menschen mit Behinderungen“
    Elementarer Musikunterricht für Menschen mit Behinderung
    Das Unterrichtsfach besuchen Menschen jeder Altersstufe mit verschiedenen Behinderungsgraden und Behinderungsarten. Menschen mit Behinderung können auch in integrativ und inklusiv* geführten Gruppen unterrichtet werden. Die Hauptaufgabe besteht darin, Menschen in ihrer Persönlichkeit anzunehmen, ihre Fähigkeiten und Talente, insbesondere im musikalischen Bereich zu entdecken und zu fördern. Die TeilnehmerInnen werden so bei der Gestaltung ihres Lebens auf dem Weg zur weitgehenden Selbstständigkeit unterstützt, beziehungsweise wird damit eine Hilfestellung zur Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit gegeben.
    Der Unterricht soll zur Steigerung der Lebensqualität beitragen. Die Schaffung einer angenehmen Atmosphäre, entsprechende Zuwendung, das Gefühl des „Angenommen-Seins“ und die Vermittlung von Geborgenheit sind wichtige Komponenten des Unterrichts. Auf dieser Basis und in der für alle TeilnehmerInnen überschaubaren Gemeinschaft steht die Freude am gemeinsamen Agieren, am aktiven Erleben und Gestalten über das Medium Musik im Vordergrund. Es sollen aber auch individuelle musikalische und bewegungsmäßige Kompetenzen erweitert und die reproduktive, rezeptive und vor allem produktive Musikalität der TeilnehmerInnen gefördert werden.
    * siehe Beitrag von Shirley Salmon „Inklusive Musikschule“ unter www. …
    Rahmenbedingungen und Organisation: (Siehe auch Rahmenbedingungen unter Punkt 15)
    Der Unterricht kann sowohl in der Musikschule als auch in Betreuungseinrichtungen stattfinden. Vor allem für Menschen die in einer Institution leben ist ein Angebot außerhalb der Betreuungseinrichtung ein wichtiger Schritt zur Integration.
    Voraussetzung für den Unterricht sind folgende zusätzliche Rahmenbedingungen:
    Mögliche Zusatzausstattung:
    Elternarbeit:
    Zusätzlich zur Elternarbeit sind Kontakt und Austausch mit den betreuenden Personen und Einrichtungen wichtig.
    Alterszusammensetzung/Gruppenzusammensetzung:
    Empfehlenswert sind entwicklungs- bzw. interessenshomogene Gruppen, da besser auf die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen eingegangen werden kann. Auch Gruppen mit gemischtem Entwicklungsstand können für alle bereichernd sein. Die Gruppen können integrativ und/oder heilpädagogisch geführt werden. Gegebenenfalls ist die Begleitung und Unterstützung einzelner TeilnehmerInnen durch eine zweite Lehrerin/ einen zweiten Lehrer oder eine Betreuungsperson notwendig und sinnvoll.
    Gruppengröße:
    Es gibt Unterricht in Zweiergruppen, Klein- und Großgruppenunterricht. Eine Gruppe kann, je nach Raumgröße, maximal 10 TeilnehmerInnen umfassen. Für größere Gruppen empfiehlt sich Teamteaching.
    Unterrichtsdauer:
    30 bis 100 Minuten wöchentlich
    Position der Lehrerin/ des Lehrers:
    Die anleitende und animierende Funktion der Lehrerin/ des Lehrers nimmt zur Motivation der TeilnehmerInnen einen besonders hohen Stellenwert ein.
    Fachspezifische Unterrichtsziele: (Diese ergänzen die Lern- und Bildungsziele unter Punkt 11)
    Methodisch-didaktische Besonderheiten: (Diese ergänzen die methodisch-didaktischen Grundsätze unter Punkt 4)
    Fachspezifische Unterrichtsinhalte: (Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte der EMP unter Punkt 5 und 6)
    Der Unterricht ist mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen möglich. Zum Beispiel mit Schwerpunkt
    1. Singen und Sprechen
      • Die stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten der SchülerInnen aufnehmen,
        damit spielen und kommunizieren
      • Nonsens- und Silbenspielereien auch in Verbindung mit Melodien und/oder Rhythmus anwenden
      • Der Entwicklungsstufe entsprechendes Liedgut anbieten und wenn notwendig Melodie,
        Text oder Rhythmus vereinfachen bzw. abändern
    2. Bewegung und Tanz
      • Bewegungsspiele mit hohem Motivationscharakter auswählen,
        um die Freude an der Eigenaktivität zu unterstützen
      • Einsatz von Musik und Materialien, die zur Bewegung anregen
    3. Sinneserfahrungen
      • Bei Beeinträchtigung eines Wahrnehmungskanals ist es notwendig, Zugänge über andere Sinne zu finden.
        Nach Möglichkeit wird auch der beeinträchtigte Sinneskanal gezielt stimuliert.
      • Der Einsatz unterschiedlicher Materialien ermöglicht bzw. intensiviert die Sinneserfahrungen.
    4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
      • In ausgiebige Experimentierphasen auf den Instrumenten sollte viel Zeit investiert werden.
      • Prä – rhythmische und prä – melodische Spielformen
      • Improvisation
      • Bilderbuchgestaltung
      • Liedgestaltung und -begleitung (z.B. rhythmisch, melodisch, atmosphärisch)
    5. Musikhören
      • Das Mitspielen zu und Gestalten von Hörbeispielen kann als motivierendes Klangerlebnis erfahren werden.
    6. Musiklehre
      • Das Erleben von Musik steht im Vordergrund. Die Wissensvermittlung ist sekundär.
    7. Instrumenteninformation
    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
    Oberösterreich: Kreatives Musikgestalten
    >>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
    >>> Literaturdatenbank
    15. Instrumentenkundliches (Sonderformen, Pflege, Kauf, ...)
    Rahmenbedingungen
    1. Raum
      Der Raum sollte folgende Kriterien erfüllen:
      • Freifläche mindestens 50 m2 (Bei geringerer Freifläche sollte die Gruppengröße reduziert werden)
      • möglichst quadratisch
      • hell
      • akustisch geeignet
      • Holz- oder Korkboden in gutem Zustand
      • Teppich zum Ausrollen
      • Garderobe und Toiletten in der Nähe
      • an die Größe der SchülerInnen angepasste Sitzgelegenheiten Dieser Raum darf auch bei anderweitiger Benützung nicht mit Straßenschuhen betreten werden, andernfalls ist er vor dem Elementaren Musikunterricht zu reinigen. Bei den Einrichtungsgegenständen des Raumes sind mögliche Gefahrenquellen (scharfe Kanten, spitze Ecken, hängende Lampen, usw.) zu vermeiden und es sollten keine ungenutzten Gegenstände im Raum stehen. Instrumentarium und andere Materialien müssen im gleichen oder angrenzenden Raum gelagert sein.
    2. Arbeitsmittel
      • Instrumente aus dem elementaren Instrumentarium und andere Materialien (siehe Anhang)
      • Wandtafel (mit und ohne Notenlinien)
      • CD-Player mit Temporegler
      • Aufnahmegerät mit guter Aufnahme- und Wiedergabeleistung
      • Gitarre und Klavier sind wünschenswert
    3. Arbeitsmittel für die SchülerInnen
      • Bequeme Kleidung
      • Rutschfeste Gymnastikschuhe
      • Malstifte
      • Mappe oder Heft
      • etc.
    Instrumenten-Grundausstattung EMP (für 12 TeilnehmerInnen):
    Effektinstrumente je 1 Mal:
    Folgende Materialien in ausreichender Menge:
    Zusatzausstattung:
    Weitere Zusatzausstattung siehe Fachspezifischer Teil der EMP unter Punkt 16
    >>> Literaturdatenbank
    16. Fachspezifische Besonderheiten
    Fachspezifischer Teil EMP
    Elementarer Musikunterricht in Eltern-Kind-Gruppen
    (Die Fächerbezeichnung ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich)
    In der Eltern-Kind-Gruppe musiziert ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson mit einem Baby/Kleinkind in der Gruppe miteinander. Durch den gemeinsamen Unterricht wird Musik und Bewegung aktiv gelebt und erlebt und in das soziale Umfeld und Elternhaus getragen. Erwachsene und Kinder sind gleichwertige TeilnehmerInnen. Die Inhalte und Methoden sind so ausgewählt, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene Freude an Musik und Bewegung erleben können und in ihren jeweiligen Fähigkeiten angesprochen werden. Im Hinblick auf die prägende Wirkung erster Erfahrungen wird Musik und Bewegung in einer großen Vielfalt angeboten. Ausgehend von der intensiven Beziehung zwischen Erwachsenem und Kind kann das Kind erste soziale Erfahrungen in der Gruppe sammeln.


    Rahmenbedingungen und Organisation:
    (Siehe Rahmenbedingungen unter Punkt 15)


    Alterszusammensetzung:
    Grundsätzlich sind Eltern-Kind-Gruppen ab der Geburt möglich. Empfehlenswert sind altershomogene Gruppen (bis zu 6 Monaten Unterschied), da man besser auf die altersspezifischen Bedürfnisse des Kindes eingehen kann. Aber auch altersheterogene Gruppen (z.B. 18 bis 36 Monate) können für alle TeilnehmerInnen bereichernd sein. Wenn möglich sollte sich jeder Erwachsene nur einem Kind widmen. Ein Besuch über mehrere Jahre ist zu empfehlen.


    Gruppengröße:
    Eine Gruppe kann, je nach Raumgröße, maximal 8 Erwachsenen-Kind-Paare umfassen.

    Unterrichtsdauer:
    Wöchentlich 40 bis 60 Minuten

    Zusatzausstattung:

    Position der Lehrerin/ des Lehrers:
    Die Lehrerin/ Der Lehrer ist Moderator/in, Spielleiter/in und zunehmend Bezugsperson. Die Erwachsenen sollen in ihrer Doppelrolle als Bezugspersonen und selbständige TeilnehmerInnen angesprochen werden.

    Kontakt zu den Erwachsenen, Elternarbeit:
    Regelmäßige Kontakte mit den Erwachsenen in Form von Informationsabenden und persönlichen Gesprächen ergänzen den Unterricht. Ein erstes Treffen mit den Eltern sollte vor der ersten Unterrichtsstunde stattfinden.
    Unter anderem werden bei diesem ersten Kontakt folgende Gruppenregeln mit den Erwachsenen geklärt:
  • Die Erwachsenen tragen die Verantwortung für ihre Kinder
  • Die Erwachsenen sind aktive Spielpartner
  • Die Kinder entscheiden selbst, ob sie aktiv mitmachen wollen
  • Unterrichtsstörungen sollten vermieden werden (Trinken, Essen, private Gespräche, eingeschaltetes Handy etc.)

  • Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Diese ergänzen die Lern- und Bildungsziele unter Punkt 11)

    Methodisch didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die methodisch-didaktischen Grundsätze unter Punkt 4)

    Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
    (Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte der EMP unter Punkt 5 und 6)
    Im Kleinkindalter findet Lernen vorwiegend durch Bewegungs- und Sinneserfahrungen (Sensomotorik) statt. Die Gehirnentwicklung und somit auch die kognitiven Fähigkeiten wie z.B. der Spracherwerb basieren darauf. Die drei Unterrichtsinhalte Singen und Sprechen, Bewegung und Tanzen sowie die Sinneserfahrungen sind daher besonders eng miteinander verknüpft.
    1. Singen und Sprechen
      • Kennen lernen und wiederholen von Kniereitern und Fingerspielen
    2. Bewegung und Tanz
      • Unterschiedliches Material ermöglicht den Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen
      • Bewegt werden (Schaukel-, Wiege-, Fliegespiele etc.)
    3. Sinneserfahrungen
      • Vielseitiges Materialangebot bietet Anreiz für Sinneserfahrungen
    4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
      • Verfeinerung der Spieltechnik der Erwachsenen
    5. Musiklehre
      • Erweiterung der Kenntnisse der Erwachsenen

    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:


    Elementarer Musikunterricht für Kinder von 4 bis 6 Jahren
    (Die Fächerbezeichnung ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich)
    Dieses Angebot ermöglicht Kindern den spielerischen und ganzheitlichen Umgang mit Musik im Vorschulalter. Ein zentrales Anliegen ist es, Neugierde, Begeisterung und Lust auf Musik und Bewegung zu wecken, zu erhalten und Raum zu geben, Interessen auszubauen.

    Rahmenbedingungen und Organisation:
    (Siehe Rahmenbedingungen unter Punkt 15)

    Gruppenzusammensetzung:
    Zu empfehlen sind altershomogene Gruppen, 2 Jahre fortlaufend.

    Gruppengröße:
    Die ideale Gruppengröße liegt zwischen 8 und 10 Kindern. Mit Zustimmung der Lehrerin/ des Lehrers und unter geeigneten räumlichen Voraussetzungen kann die Gruppengröße bis maximal 12 Kinder betragen. Bei besonderen Bedingungen (geographische Randlage, Raumgröße geringer als in den Rahmenbedingungen angegeben) ist eine Gruppe ab 6 Kindern möglich.

    Unterrichtsdauer:
    Wöchentlich 40 bis 60 Minuten

    Position der Lehrerin/ des Lehrers:
    Die Lehrerin/ Der Lehrer tritt den Kindern mit Wertschätzung gegenüber. Sie/ Er ist Bezugsperson, schafft eine angenehme Atmosphäre, unterstützt eine positive Gruppendynamik und vermittelt in schwierigen Situationen.

    Elternarbeit:
    Regelmäßiger Kontakt zu den Eltern soll in vielfältiger Form gesucht und entwickelt werden. Persönliche Gespräche, Elternbriefe, Informations- und Elternabende, Elternmusizierstunden (ohne Kinder), offene Stunden, Mitmach-Gelegenheiten usw. machen das Unterrichtsgeschehen transparent und fördern das Interesse und Verständnis für die Unterrichtsinhalte. Es sei besonders darauf hingewiesen, dass es sich bei der EMP um einen prozessorientierten Unterricht handelt und daher einer Vorführung nicht dieselbe Bedeutung zukommt wie Vorspielstunden oder Konzerten im Instrumentalunterricht. LehrerIn und Eltern sollten über die Entwicklung des Kindes im Austausch bleiben.

    Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Diese ergänzen die Lern- und Bildungsziele unter Punkt 11)

    Methodisch-didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die methodisch-didaktischen Grundsätze unter Punkt 4)

    Fachspezifische Unterrichtsinhalte
    (Es gelten die Unterrichtsinhalte der EMP unter Punkt 5 und 6 )

    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:

    Elementarer Musikunterricht für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren
    (Die Fächerbezeichnung ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich.)
    Dieses Angebot kann eine Weiterführung des Elementaren Musikunterrichts für Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren sein und ermöglicht eine Erweiterung und Vertiefung der bisher erlangten Fähigkeiten und Fertigkeiten. Durch das Miteinanderlernen wird neben motivationalen und sozialen Aspekten auch das Zusammenspiel, welches beim späteren Musizieren in Ensembles, Orchestern und Chören eine wesentliche Rolle einnimmt, gefördert.
    Der Elementare Musikunterricht für diese Altersstufe ist grundsätzlich ein eigenständiges Angebot, kann aber auch als Hinführung zum Instrumental- und Gesangsunterricht betrachtet werden. Ebenso ist es sinnvoll, den Unterricht parallel zum Instrumentalunterricht zu besuchen, da sich die Inhalte aus beiden Bereichen gut ergänzen. In diesem Fall ist eine Zusammenarbeit zwischen EMP- Lehrerin/ EMP-Lehrer und Instrumentallehrerin/ Instrumentallehrer wünschenswert.
    Die vielseitige Beschäftigung mit Musik bietet den Kindern die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, Interessen zu entwickeln und ihren persönlichen musikalischen Weg zu finden.

    Rahmenbedingungen und Organisation:
    (Siehe Rahmenbedingungen unter Punkt 15)

    Alterszusammensetzung/Gruppenzusammensetzung:
    Sowohl altershomogene als auch heterogene Gruppen sind möglich.

    Gruppengröße:
    Die Größe der Gruppe kann je nach Unterrichtsmodell und Raumgröße zwischen 4 und 10 Kindern variieren.

    Unterrichtsdauer:
    50 bis 100 Minuten wöchentlich oder geblockte Unterrichtseinheiten

    Position der Lehrerin/ des Lehrers:
    Die Lehrerin/ Der Lehrer tritt den Kindern mit Wertschätzung gegenüber. Sie/ Er ist Bezugsperson, schafft eine angenehme Atmosphäre, unterstützt eine positive Gruppendynamik und vermittelt in schwierigen Situationen.

    Elternarbeit:
    Regelmäßiger Kontakt zu den Eltern soll in vielfältiger Form gesucht und entwickelt werden. Persönliche Gespräche, Elternbriefe, Informations- und Elternabende, Elternmusizierstunden (ohne Kinder), offene Stunden, Mitmach-Gelegenheiten usw. machen das Unterrichtsgeschehen transparent und fördern das Interesse und Verständnis für die Unterrichtsinhalte. Lehrer/in und Eltern sollten über die Entwicklung des Kindes im Austausch bleiben. Es sei besonders darauf hingewiesen, dass es sich beim Elementaren Musikunterricht um einen prozessorientierten Unterricht handelt. Für diese Altersgruppe gewinnen jedoch auch Vorführungen an Bedeutung und können motivierend und bereichernd sein.

    Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Es gelten die Lern- und Bildungsziele der EMP unter Punkt 11)

    Methodisch-didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die methodisch-didaktischen Grundsätze unter Punkt 4)

    Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
    (Es gelten die Unterrichtsinhalte der EMP unter Punkt 5 und 6)

    Elementarer Musikunterricht für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren ist mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen möglich:

    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
    Elementarer Musikunterricht für Jugendliche
    Einer der wichtigsten Aspekte der Jugendarbeit ist die Hilfestellung bei der Identitätsfindung. Der Elementare Musikunterricht leistet hier einen positiven Beitrag. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, sich kreativ zu betätigen und erleben durch die Zugehörigkeit zur Gruppe ein Gefühl der Sicherheit. Durch das Verfolgen von gemeinsamen Interessen entstehen ein Sich-Abgrenzen von der Erwachsenenwelt und zugleich ein Hineinwachsen in diese.

    Rahmenbedingungen und Organisation:
    (Siehe Rahmenbedingungen unter Punkt 15)

    Gruppenzusammensetzung:
    Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von ca. 12 bis 18 Jahren. Homogene und heterogene Gruppenkonstellationen sind möglich.

    Gruppengröße:
    Eine Gruppe kann je nach Raumgröße 6 bis 12 TeilnehmerInnen umfassen.

    Unterrichtsdauer:
    Wöchentlich 50 bis 100 Minuten Blockunterricht ist möglich

    Zusatzausstattung:

    Position der Lehrerin/ des Lehrers:
    Die Lehrerin/Der Lehrer nimmt neben einer leitenden auch eine unterstützende Rolle ein. Er/Sie ist Gestaltungspartner/in, Koordinator/in, Initialzünder/in und falls notwendig letzte Entscheidungsinstanz. Die Lehrerin/Der Lehrer steht dem sozialen und kulturellen Umfeld der Jugendlichen offen gegenüber.

    Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Es gelten die Lern- und Bildungsziele unter Punkt 11)

    Methodisch-didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die methodisch- didaktischen Grundsätze unter Punkt 4)

    Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
    (Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte unter Punkt 5 und 6)

    Folgende inhaltliche Schwerpunkte sind möglich:
    1. Singen und Sprechen
      • Lieder aus verschiedenen Kulturen anbieten
      • Sprechgesang (z.B. Rap)
    2. Bewegung und Tanz
      • Eine breite Palette von vorgegebenen und freien Bewegungs- und Tanzformen anbieten (z.B. Modern Dance, Jazz Dance, Hip-Hop, Streetdance)
      • Körperarbeit in Hinblick auf entwicklungsbedingte Veränderungen
    3. Sinneserfahrungen
      • (Siehe unter Punkt 5 Unterrichtsinhalte der EMP)
    4. Musizieren mit elementarem Instrumentarium
      • Stilistische und kulturelle Vielfalt anbieten (z.B. Jazz, Pop, Rock)
    5. Musikhören
      • (Siehe unter Punkt 6 Unterrichtsinhalte der EMP)
    6. Musiklehre
      • Kenntnisse erweitern
    7. Instrumenteninformation
      • Kenntnisse erweitern

    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
    Elementarer Musikunterricht für Erwachsene
    Elementarer Musikunterricht wird für Erwachsene mit und ohne musikalische Vorkenntnisse angeboten. Der Unterricht ist eine gute Alternative und ein Ausgleich zu den oft kognitiv orientierten Tätigkeiten im Alltag. Kreative Betätigung, aktive Beteiligung, körperliches und emotionales Erleben stehen im Vordergrund. Das intellektuelle Potenzial und musikalische Vorkenntnisse bereichern den Unterricht. Die Lust auf Rhythmus, Stimme, Tanzen, Bewegen, Musizieren, Lieder begleiten, Malen, Hören, Improvisieren, Komponieren und vieles mehr soll geweckt und ausgebaut werden.

    Rahmenbedingungen und Organisation:
    (Siehe Rahmenbedingungen unter Punkt 15)

    Alterszusammensetzung/Gruppenzusammensetzung:
    Homogene und heterogene Gruppenkonstellationen von jungen Erwachsenen bis zu Seniorinnen und Senioren sind möglich.

    Gruppengröße:
    Eine Gruppe kann je nach Raumgröße maximal 12 TeilnehmerInnen umfassen.

    Unterrichtszeit:
    Wöchentlich 50 bis 100 Minuten oder geblockte Unterrichtseinheiten

    Zusatzausstattung:
    Attraktives Instrumentarium (z.B. Djemben, Mallets)

    Position der Lehrerin/des Lehrers:
    Ziel ist es, von der leitenden auch zur begleitenden Rolle zu finden. Die Lehrkraft wird zunehmend Partner/in im Unterrichtsgeschehen und gibt damit den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, den Prozess selbständig mit zu gestalten.

    Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Es gelten alle Lern- und Bildungsziele unter Punkt 11)

    Methodisch-didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die methodisch-didaktischen Grundsätze unter Punkt 4)

    Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
    (Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte unter Punkt 5 und 6)
    1. Singen und Sprechen
      • Die Vielfalt der Stimmlagen nutzen
      • Allmählich den Stimmumfang auch in höhere und tiefere Lagen erweitern
      • Lieder aus verschiedenen Kulturen anbieten
    2. Bewegung und Tanz
      • Eine breite Palette von vorgegebenen und freien Bewegungs- und Tanzformen anbieten
      • Entspannungsangebote
    3. Sinneserfahrungen
      • (Siehe unter Punkt 5 Unterrichtsinhalte der EMP)
    4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
      • Stilistische und kulturelle Vielfalt anbieten
    5. Musikhören
      • (Siehe unter Punkt 6 Unterrichtsinhalten der EMP)
    6. Musiklehre
      • Kenntnisse erweitern
    7. Instrumenteninformation
      • Kenntnisse erweitern

    Fächerbezeichnungen in den Bundesländen Österreichs und Südtirol:
    Elementarer Musikunterricht für Seniorinnen und Senioren
    Der Elementare Musikunterricht ist ein sinnvolles und förderndes Bildungsangebot für Senioren mit und ohne musikalische Vorkenntnisse. Der kreative, unbefangene Kontakt mit Musik, Bewegung und Tanz gibt vielseitige, wichtige Anregungen auf emotionaler, kognitiver, physiologischer und sozialer Ebene. Im Vordergrund stehen nicht so sehr Lernziele im klassischen Sinne, sondern viel mehr Freude und Interesse an neuen Erfahrungen und am gemeinsamen Tun in einer Gruppe.

    Rahmenbedingungen und Organisation:
    (Siehe Rahmenbedingungen unter Punkt 15)

    Alterszusammensetzung/Gruppenzusammensetzung:
    Seniorenalter

    Gruppengröße:
    Je nach Raumgröße und Wunsch der Lehrerin/des Lehrers kann die maximale Gruppengröße festgelegt werden. Empfehlenswert ist eine Gruppengröße von 6 bis 14 TeilnehmerInnen. Gegebenenfalls ist die Begleitung und Unterstützung einzelner TeilnehmerInnen durch eine zweite Lehrkraft oder eine Betreuungsperson notwendig und sinnvoll.

    Unterrichtszeit:
    Wöchentlich 50 bis 100 Minuten

    Zusatzausstattung:
    Genügend Platz für Bewegung und zum Sitzen (altersgerechte Sitzmöbel)

    Position der Lehrerin/des Lehrers:
    Die Aufgabe der Lehrerin/des Lehrers ist es, in leitender Position die SeniorInnen zu begleiten, sie zu motivieren und zu unterstützen. Wichtig ist der respektvolle Umgang mit den älteren Menschen, die der Lehrerin/dem Lehrer an Lebensjahren, Erfahrungen und gelebtem Leben immer einiges voraus sind.

    Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Diese ergänzen die Lern- und Bildungsziele unter Punkt 11)

    Ziele sind z.B. die Förderung von:

    Methodisch-didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die methodisch-didaktischen Grundsätze unter Punkt 4)

    Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
    (Diese ergänzen die allgemeinen Unterrichtsinhalte unter Punkt 5 und 6)
    1. Singen und Sprechen
      • Bekannte Volkslieder, aber auch neue Lieder, die zu weiteren Aktionen wie Darstellung in der Bewegung, eigenständige Variationen, Malen usw. einladen
    2. Bewegung und Tanz
      • Freies Bewegen und Tanzen – auch im Sitzen (je nach körperlichen Möglichkeiten)
      • Tanzen von einfachen Kreis- und Reihentänzen, die eventuell in Sitztänze umgewandelt werden
    3. Sinneserfahrungen
      • Aktivierung der Sinne mit und ohne Material
    4. Elementares Musizieren auf Instrumenten
      • Instrumente, die die TeilnehmerInnen spielen oder früher gespielt haben, einbeziehen
    5. Musikhören
      • Ausgewählte Stücke aus dem Bereich klassischer Musik
      • Musik aus verschiedenen Kulturen als einen für manche ältere Menschen neu zu entdeckenden Bereich anbieten
    6. Musiklehre
      • Erinnerung und Interesse wecken
      • Zusammenhänge knüpfen
    7. Instrumenteninformation
      • Erinnerung und Interesse wecken
      • Zusammenhänge knüpfen

    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
     KOMU - Konferenz der österreichischen Musikschulwerke
    VESCON Systemtechnik GmbH