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Lehrplan
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Über diesen Lehrplan
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Fachspezifischer Teil - Harfe
 Lehrplan Harfe zum Download
1. Repertoire – inhaltliche Breite
„SchülerInnen abholen, wo sie sich jeweils befinden und zu neuen Horizonten führen“ ist ein pädagogisch-musikalischer Leitsatz.
Die SchülerInnen sollen durch eine große Auswahl an Repertoire die Möglichkeit bekommen, die ganze Bandbreite des Instruments zumindest in Ansätzen kennen zu lernen. Die Beschränkung auf nur eine Musikrichtung soll vermieden werden, wobei erwachsene SchülerInnen mit klaren Zielvorstellungen davon ausgenommen sein können.
Bei der Auswahl des Repertoires sollen besonders beachtet werden:
>>> Literaturdatenbank
2. Musizierformen
>>> Literaturdatenbank
3. Eignung, Lernvoraussetzungen
Ein Beginn des Harfenspiels im frühen Kindesalter ist bei körperlicher Eignung möglich. Wichtig dabei ist die Auswahl eines für die SchülerInnen passenden Instruments: Hakenharfe, Einfachpedalharfe, Doppelpedalharfe sowie der zeitgerechte Umstieg auf das nächst größere Instrument je nach Entwicklungsstand.
Der Besuch einer Musikalischen Früherziehung bzw. Grundausbildung wäre vor dem Erlernen des Instruments von Vorteil. Wichtig ist weiters ein positives Lernumfeld und die Offenheit und Unterstützung der Eltern.
Als wesentliche Voraussetzungen sind zu nennen: Lernbereitschaft, Interesse, Neugierde, Ausdauer.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
4. Ganzheitliche Pädagogik
Folgende pädagogisch-didaktische Grundsätze gelten für alle Stufen:
Elementarstufe
Allgemein
Technisch
Musikalisch
Unterstufe
Allgemein
Technisch
Musikalisch
Mittelstufe
Allgemein
Technisch
Musikalisch
Oberstufe
Allgemein
Technisch
Musikalisch
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 4.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
5. Körper und Instrument, Technik
Allgemein
Technische Fertigkeiten sollen immer dem musikalischen Ausdruck dienen.
Es gilt eine Technik zu erwerben, welche auf natürlichen, physiologischen Voraussetzungen beruht und zu differenzierten klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten befähigt. Optimale Voraussetzungen dafür sind individuell auf die SchülerInnen abgestimmte ergonomische Bedingungen (z.B. Instrumentengröße, Sitzhöhe, Bodenkontakt), die wiederum einer permanenten individuellen Anpassung unterliegen. Da die Einheit von Instrument und Körper ein zentrales Anliegen darstellt, ist auf eine natürliche Haltung zu achten. Die Klangqualität sollte als Kontrolle für gute Spieltechnik und Haltung herangezogen werden.
Die Funktion der Pedale bzw. Haken soll begreifbar (sichtbar) gemacht werden. Auf eine saubere Pedal- und/oder Hakentechnik ist zu achten.
Das Körperbewusstsein unterstützende Übungen sollen in den Unterricht einbezogen werden:
Es gilt eine fundierte Grundtechnik zu erwerben, mit der möglichst viele unterschiedliche Stilrichtungen klanglich realisiert werden können.
Grundtechnik
Spezialeffekte
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.5.
>>> Literaturdatenbank
6. Kultur-, musikhistorisches und musikkundliches Wissen
Die gespielte Musik sollte stets im geschichtlichen, kulturellen und musikkundlichen Zusammenhang betrachtet werden. Querverbindungen zu allgemeinen musiktheoretischen Inhalten sollen hergestellt werden.
Die Geschichte der Harfe (wie etwa die Entwicklung von der Bogenharfe bis zu den heutigen Instrumenten) und deren verschiedene Erscheinungsformen (Bauarten) sollen in Grundzügen erlernt werden, um so eine praxisnahe Vermittlung anhand der gespielten Literatur herstellen zu können.
Die LehrerInnen mögen die SchülerInnen dazu anregen, Musik zu hören und Konzerte/Theater zu besuchen.
>>> siehe auch: Punkt 16
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.3.
>>> Literaturdatenbank
7. Lebendiger Unterricht und vielfältige Unterrichtsformen
Einzel-, Partner-, Gruppen-, Ensemble- und Klassenunterricht
Methodische Flexibilität bezieht sich auch auf Unterrichtsformen – diese sind weder grundsätzlich gut noch schlecht, sondern lediglich danach zu beurteilen, ob sie in Bezug auf die definierten Intentionen und die anstehenden Inhalte zielführend sind.
Auch wenn zunehmend neue Unterrichtsformen den traditionellen Einzelunterricht ergänzen: Eine wichtige Quelle positiver persönlicher und musikalischer Entwicklung der SchülerInnen an einer Musikschule ist eine persönliche, vertrauensvolle und beständige Beziehung zu ihren LehrerInnen.
Mögliche Unterrichtsformen für Harfe sind:
Die Wahl der Unterrichtsform soll nach pädagogischen Gesichtspunkten (flexible Unterrichtsformen, Kombination von Einzel- und Gruppenunterricht) erfolgen. Der Einzelunterricht spielt bei begabten SchülerInnen, bei der Vorbereitung auf Übertrittsprüfungen und Wettbewerbe eine wichtige Rolle.
Die gewählte Unterrichtsform sollte vorzugsweise erweitert werden durch:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
8. Übeformen/Übepraxis
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.
>>> Literaturdatenbank
9. Einbeziehung und Mitarbeit der Eltern
Die LehrerInnen sollten den Kontakt mit den Eltern von Anfang an suchen und bei Instrumentenkauf und Notenanschaffung hilfreich zur Seite stehen.
Von Seiten der Lehrkraft:
Von Seiten der Eltern:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.5.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.5.
>>> Literaturdatenbank
10. Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts
Vorbereitung
Planung der Lern- und Bildungsziele – kurz-, mittel- und langfristig in spieltechnischer und musikalischer Hinsicht
Individuelle künstlerische Vorbereitung der Lehrkraft
Organisation in jeglicher Form
Nachbereitung
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.
>>> Literaturdatenbank
11. Lernziele/Bildungsziele (nach Entwicklungsstufen/Leistungsstufen)
Lernziele
Elementarstufe
Allgemein
Technisch
Musikalisch
Unterstufe
Allgemein
Technisch
Musikalisch
Mittelstufe
Die SchülerInnen sollten über ein gewisses musikalisches Vorstellungsvermögen verfügen und fähig sein, musikalische Zusammenhänge hörbar zu machen. Sie sollten mit den wichtigsten musikalischen Parametern (z.B. Phrasierung, Agogik, Dynamik, Artikulation, Klangfarben) und den Grundlagen stilgerechter Interpretation vertraut sein.
Allgemein
Technisch
Musikalisch
Oberstufe
Die SchülerInnen sollten die in der Mittelstufe erworbenen technischen Fertigkeiten und die musikalische Ausdrucksfähigkeit bis zur Grenze ihrer momentanen individuellen Entwicklungsmöglichkeiten erweitert und in qualitativer Hinsicht vertieft und gesteigert haben.
Allgemein
Technisch
Musikalisch Die SchülerInnen sollten in der Lage sein, die Möglichkeiten des Instruments hörbar auszuschöpfen und gemäß ihrer Begabung mit den erlernten technischen und musikalischen Mitteln überzeugend umzugehen. Die Klangvielfalt und die vielseitige Verwendbarkeit des Instrumentes sollen präsentiert werden können. Im Umgang der SchülerInnen mit Musik zeigt sich Selbstständigkeit und eine ihrer Persönlichkeit entsprechende künstlerische Reife.
Bildungsziele
Allgemeine musikalische Aspekte für alle Stufen
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
12. Empfehlungen für Übertrittsprüfungen
Übertrittsprüfungen geben Auskunft über die Erreichung der Bildungsziele. Vor jeder Übertrittsprüfung wird der Besuch des entsprechenden Musikkundekurses empfohlen, in einigen Bundesländern ist er verpflichtend vorgeschrieben.
Mögliche formale Abläufe:
Beurteilung:
Beurteilungskriterien sind:
Elementarprüfung
(von der Elementar- in die Unterstufe)
Die Elementarprüfung kann in Form eines Vorspiels von 2 bis 3 kleinen Stücken unterschiedlichen Charakters im Rahmen eines Vortrags- oder Klassenabends stattfinden.
1. Übertrittsprüfung
(von der Unter- in die Mittelstufe)
Im Vorspielprogramm sollen ein schnelles Stück (Geläufigkeit), ein langsames Stück (Ausdruck, Phrasierung) und – nach Möglichkeit – ein Ensemblestück enthalten sein, wobei ein Stück auswendig vorgetragen werden soll.
2. Übertrittsprüfung
(von der Mittel- in die Oberstufe)
Im Vorspielprogramm sollen ein schnelles Stück (Geläufigkeit), ein langsames Stück (Ausdruck, Phrasierung) und – nach Möglichkeit – ein Ensemblestück enthalten sein, wobei ein Stück auswendig vorgetragen werden soll.
Abschlussprüfung
(am Ende der Oberstufe)
Im Vorspielprogramm sollen ein schnelles Stück (Geläufigkeit), ein langsames Stück (Ausdruck, Phrasierung) und ein Ensemblestück enthalten sein. Ein Teil des Programms ist auswendig vorzutragen.
Das Niveau der Oberstufenabschlussprüfung sollte ungefähr dem einer Aufnahmeprüfung an einer Musikuniversität entsprechen.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
13. Besondere Hinweise zum „frühinstrumentalen Unterricht“ und zum Unterricht mit „jugendlichen und erwachsenen AnfängerInnen“
Frühinstrumentaler Unterricht
Das Erlernen der Harfe im Vorschulalter ist aufgrund der Unbefangenheit, der Offenheit und des Entwicklungspotentials der Kinder möglich, diese sollten jedoch bestimmte Voraussetzungen mitbringen (z.B. Eignung, Konzentrationsfähigkeit). Wichtige Voraussetzungen sind zudem einerseits die Bereitschaft und Befähigung der Lehrkraft, andererseits die Bereitschaft der Eltern zu Kommunikation, Unterstützung und Mithilfe bei der Arbeit der Lehrkraft, wobei Erwartungshaltung und Ziele abgeklärt werden sollten.
Es sollten kindgerechte Unterrichtsmethoden verwendet werden, die auf die geistige und körperliche Entwicklung der SchülerInnen abgestimmt sind. Zusätzlich kann Unterrichtsmaterial aus der musikalischen Früherziehung mit einbezogen werden. Der Unterricht ohne Noten und die Verwendung kreativer Schulen ist von Vorteil.
Unterricht mit jugendlichen AnfängerInnen
Erwachsene AnfängerInnen
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
14. Hinweise zum Unterricht mit „Menschen mit Behinderungen“
Sonderpädagogik ist in der Musikschule grundsätzlich möglich und begrüßenswert. Jedenfalls sollte dem Unterricht eine umfassende wechselseitige Information vorausgehen.
Die Bereitschaft und Befähigung der Lehrkraft ist eine Voraussetzung. Bei Bedarf sollte den LehrerInnen eine zusätzliche Aus- bzw. Fortbildung und/oder eine zusätzliche fachliche Hilfestellung in Zusammenarbeit mit TherapeutInnen und SonderpädagogInnen angeboten werden.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
15. Instrumentenkundliches (Sonderformen, Pflege, Kauf, ...)
Zu den Harfentypen, die im Musikschulbereich vorwiegend zum Einsatz kommen gehören:
Pflege:
Kauf
Eine Beratung der Eltern ist besonders beim Kauf von gebrauchten Instrumenten notwendig.
>>> Literaturdatenbank
16. Fachspezifische Besonderheiten
>>> Literaturdatenbank
 KOMU - Konferenz der österreichischen Musikschulwerke
VESCON Systemtechnik GmbH