HOME     Über uns     Musikschulwerke     Lehrplan     Weiterbildung     Kongresse Tagungen     Projekte     Links     Kontakt     ADMIN  
Lehrplan
Grußworte des BMUKK
Über diesen Lehrplan
Visionärer Wegweiser
Allgemeiner Teil
Fachspezifischer Teil
Literaturteil
Links
Wer hat mitgearbeitet?
Fachspezifischer Teil - Oboe
 Lehrplan Oboe zum Download
1. Repertoire – inhaltliche Breite
Die Oboe war bis vor wenigen Jahrzehnten in erster Linie ein Orchesterinstrument. Als Soloinstrument hatte sie auf den Konzertbühnen nur geringe Bedeutung. In den letzten Jahren ist hier ein erheblicher Wandel eingetreten, nicht zuletzt deshalb, weil auch viele zeitgenössische KomponistInnen die Oboe als Soloinstrument erkannt und für sie komponiert haben.
Die SchülerInnen sollten im Laufe ihrer Ausbildung möglichst Musik aus allen Epochen und in unterschiedlichen Stilen spielen.
>>> Literaturdatenbank
2. Musizierformen
Die Oboe bzw. das Englischhorn wird in folgenden gängigen Besetzungen gespielt, wobei es spezifische Besonderheiten gibt:
>>> Literaturdatenbank
3. Eignung, Lernvoraussetzungen
Grundvoraussetzung sind das Interesse der SchülerInnen an der Oboe und die Bereitschaft zum regelmäßigen Üben. Ein dem Alter entsprechendes, geeignetes Instrument ist sehr wichtig.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
4. Ganzheitliche Pädagogik
Die Auseinandersetzung mit einem Instrument ist immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Daher spielen die Förderung der Eigenständigkeit der SchülerInnen, die Erziehung zu Selbstständigkeit und Selbstreflexion, die Förderung der emotionalen Ausdrucksfähigkeit und von sozialen und kommunikativen Kompetenzen eine große Rolle. Die persönliche, individuelle und soziale Situation der SchülerInnen soll berücksichtigt werden.
Musikalische Komponenten:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 4.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
5. Körper und Instrument, Technik
Das Erlernen eines Instruments erfolgt über das Erreichen vieler kleiner „Detailziele“ in den verschiedenen Bereichen, die zum Spiel des Instruments notwendig sind. Die folgenden Parameter stehen in starkem Wechselspiel zu einander und laufen zum Großteil beim Spiel gleichzeitig ab, sie sind also alle zum angemessenen Spiel eines Stückes notwendig:
  1. Atmung
  2. Ansatz
  3. Artikulation
  4. Klangempfinden
  5. Haltung und Technik (Motorik)
  1. Atmung:
    Ein natürlicher Atemfluss ist nicht nur für ein problemloses Spiel des Instruments unerlässlich sondern auch für die musikalische Gestaltung. - Bewusstmachen des natürlichen Atems und Vermittlung einer
      instrumentenspezifischen Atemtechnik (Atemspiele, Flanken und
      Zwerchfellatmung)
  2. Ansatz:
    - Vermittlung der Relevanz der Lippenstellung für eine optimale Tonbildung
      (Intonation, Klang)
  3. Artikulation:
    - Entsteht aus dem Zusammenspiel von Zunge, Atemführung und Formung des
      Mundinnenraums
  4. Klangempfinden:
    - Entsteht aus dem Wechselspiel von Atmung, Ansatz und Artikulation
  5. Haltung und Technik (Motorik):
      Es ist auf eine möglichst natürliche Körper- und Fingerhaltung zu achten, um
      Verspannungen und eventuell später auftretende medizinische Folgeschäden zu
      vermeiden. In diesem Zusammenhang wird außerdem die Vermittlung von
      Ausgleichsgymnastik empfohlen.
    - Ökonomischer Fingerdruck mit entspannter Fingerwölbung (linker 1. Finger soll
      rollen können)
Eine wichtige Voraussetzung für die Erreichung der in den Punkten a) bis e) genannten Ziele ist ein funktionstüchtiges bzw. in gutem Zustand befindliches Instrument!
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.5.
>>> Literaturdatenbank
6. Kultur-, musikhistorisches und musikkundliches Wissen
Kulturhistorisches und musikkundliches Wissen sollen den SchülerInnen helfen, die von ihnen gespielte Musik zu reflektieren und stilistisch angemessen zu interpretieren. Die Entwicklung des Instruments und der historische Hintergrund kann anhand der spezifischen Literatur erklärt und erfahren werden.
>>> siehe auch: Punkt 16
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.3.
>>> Literaturdatenbank
7. Lebendiger Unterricht und vielfältige Unterrichtsformen
Einzel-, Partner-, Gruppen-, Ensemble- und Klassenunterricht
Methodische Flexibilität bezieht sich auch auf Unterrichtsformen – diese sind weder grundsätzlich gut noch schlecht, sondern lediglich danach zu beurteilen, ob sie in Bezug auf die definierten Intentionen und die anstehenden Inhalte zielführend sind.
Auch wenn zunehmend neue Unterrichtsformen den traditionellen Einzelunterricht ergänzen: Eine wichtige Quelle positiver persönlicher und musikalischer Entwicklung der SchülerInnen an einer Musikschule ist eine persönliche, vertrauensvolle und beständige Beziehung zu ihren LehrerInnen.
Der Einzelunterricht ist die traditionelle und beste Basis des Instrumentalunterrichts, alle anderen Formen sind als Ergänzung bzw. Bereicherung zu sehen:
Möglichkeiten, sich den Unterrichtsthemen von vielen Seiten anzunähern und so den Unterricht lebendig zu gestalten, bieten:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
8. Übeformen/Übepraxis
Der Unterrichtsablauf dient den SchülerInnen – unbewusst – als Modell für das häusliche Üben. Daher soll den SchülerInnen von den ersten Unterrichtsstunden an das selbstständige und reflektierende Üben vermittelt werden.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.
>>> Literaturdatenbank
9. Einbeziehung und Mitarbeit der Eltern
Ein musikalisch inspirierendes häusliches Umfeld ist von Vorteil. Eine enge Kooperation mit den Eltern ist besonders bei SchülerInnen im Volksschulalter wichtig. Bei sehr jungen SchülerInnen kann es von Vorteil sein, wenn die Eltern beim Unterricht anwesend sind.
Möglichkeiten für das Vermitteln dieser Informationen bieten:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.5.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.5.
>>> Literaturdatenbank
10. Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts
(siehe Punkt 16)
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.
>>> Literaturdatenbank
11. Lernziele/Bildungsziele (nach Entwicklungsstufen/Leistungsstufen)
Die jeweiligen Lern- bzw. Bildungsziele variieren von Bundesland zu Bundesland, die Punkte 11 und 12 sind daher als Vorschläge (Richtschnur) zu verstehen.
Im Unterricht muss es das oberste Ziel sein, den SchülerInnen Freude an der Musik und alle Voraussetzungen zum selbständigen Musizieren zu vermitteln.
Das „Unterrichtstempo“ geben dabei die SchülerInnen je nach persönlichen Voraussetzungen (Talent und Aufnahmefähigkeit), Vorbildung, Fleiß und Interesse vor. Alle Stufen sind daher stark überlappend und der Inhalt der aufbauenden Stufen tritt zu den vorangegangenen hinzu.
Rohrbau, Nebeninstrumente, Kammermusik, Ensemble und Orchesterspiel spielen in allen Stufen eine wichtige Rolle
Elementarstufe
Unterstufe
Mittelstufe
Oberstufe
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
12. Empfehlungen für Übertrittsprüfungen
Übertrittsprüfungen richten sich nach den landestypischen Strukturen – bewährte Modelle sollen erhalten bleiben.
Das positive Erlebnis für die SchülerInnen muss oberste Priorität haben, deshalb muss unbedingt für eine gute Atmosphäre gesorgt werden. Die Prüfung soll in Form eines öffentlichen Auftritts abgehalten werden.
Die SchülerInnen sollten in der Lage sein, das Programm ihrer Entwicklung und Persönlichkeit gemäß musikalisch zu gestalten. Kreative Leistungen wie Eigenkompositionen und Improvisationen werden besonders bewertet, ebenso das Auswendigspiel. Weiters werden Originalkompositionen mit besonderer Berücksichtigung der Musik unserer Zeit empfohlen.
Nach jedem Studienabschnitt findet eine Übertrittsprüfung statt. Um die SchülerInnen im Rahmen von Prüfungen (Aufnahme-, Übertritts-, Kontroll- und Abschlussprüfung) möglichst objektiv beurteilen zu können, wird empfohlen die Prüfungskommission aus dem Kreis des Fachgruppenkollegiums zusammenzustellen.
Zum Programm:
Zwei solistische Kompositionen mit Begleitung (Klavier, Cembalo, Gitarre etc.) oder zwei Kammermusikwerke in verschiedenen Besetzungen. Das Programm soll einen langsamen Satz für den musikalischen Ausdruck und einen schnellen Satz für den motorischen Aspekt beinhalten.
Elementarprüfung
(von der Elementar- in die Unterstufe)
Am Ende der Elementarstufe kann eine kleine Prüfung, eventuell im Rahmen eines Vorspielabends oder Konzerts, stehen.
1. Übertrittsprüfung
(von der Unter- in die Mittelstufe)
2. Übertrittsprüfung
(von der Mittel- in die Oberstufe)
Abschlussprüfung
(am Ende der Oberstufe)
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
13. Besondere Hinweise zum „frühinstrumentalen Unterricht“ und zum Unterricht mit „jugendlichen und erwachsenen AnfängerInnen“
Frühinstrumentaler Unterricht
Unterricht mit jugendlichen AnfängerInnen
Unterricht mit erwachsenen AnfängerInnen:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
14. Hinweise zum Unterricht mit „Menschen mit Behinderungen“
Möglichkeit und Sinn des Unterrichts ist von Fall zu Fall zu entscheiden, wobei grundsätzlich festgehalten wird, dass „Menschen mit Behinderungen“ eine besondere Bereicherung für das Musikschulleben bedeuten.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
15. Instrumentenkundliches (Sonderformen, Pflege, Kauf, ...)
>>> Literaturdatenbank
16. Fachspezifische Besonderheiten
In den Österreichischen Musikschulen wird Französische und Wiener Oboe unterrichtet. Die Unterschiede zwischen den beiden Systemen liegen vor allem im Rohrbau, der Bauweise und teilweise im Griffsystem.
>>> Literaturdatenbank
 KOMU - Konferenz der österreichischen Musikschulwerke
VESCON Systemtechnik GmbH