HOME     Über uns     Musikschulwerke     Lehrplan     Weiterbildung     Kongresse Tagungen     Projekte     Links     Kontakt     ADMIN  
Lehrplan
Grußworte des BMUKK
Über diesen Lehrplan
Visionärer Wegweiser
Allgemeiner Teil
Fachspezifischer Teil
Literaturteil
Links
Wer hat mitgearbeitet?
Fachspezifischer Teil - Schlaginstrumente
 Lehrplan Schlaginstrumente zum Download
1. Repertoire – inhaltliche Breite
Bei der Literaturauswahl sollten alle Stilrichtungen berücksichtigt werden:
Neben einer breiten musikalischen Basis soll auch eine Spezialisierung möglich sein:
Auf Grund der Instrumentenvielfalt wird „Teamteaching“ und ein Angebot an spezifischen Ergänzungsfächern empfohlen.
>>> Literaturdatenbank
2. Musizierformen
Ein qualitatives Musizieren in vielfältigen Formen und Besetzungen ist das Ziel.
Die Zusammenarbeit mit MusikerInnen und PädagoInnen aus anderen Schulen ist wünschenswert.
>>> Literaturdatenbank
3. Eignung, Lernvoraussetzungen
Die Lehrkraft berät die SchülerInnen und Eltern hinsichtlich der körperlichen Eignung und der Anforderungen zum Erlernen eines Schlaginstruments. Die Eignung ist vom Alter unabhängig. Das Unterrichtsangebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
4. Ganzheitliche Pädagogik
Das Erlernen eines Instruments trägt auch zur Persönlichkeitsbildung der SchülerInnen bei. Die Lehrkraft soll als BegleiterIn (BetreuerIn, PartnerIn) im Instrumentalunterricht dazu beitragen, das kulturelle Umfeld der SchülerInnen zu erweitern und ihr Interesse am musikalischen Leben zu wecken.
Pädagogischer Ansatz ist eine ganzheitliche Förderung, die individuell und befindlichkeitsorientiert auf die SchülerInnen eingeht und ihre sozialen, motorischen, emotionalen und kognitiven Anlagen beachtet.
Es gilt, neue pädagogische Modelle anzuwenden:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 4.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
5. Körper und Instrument, Technik
Das Bewusstsein für den Körper und die beim Musizieren spürbaren Veränderungen (z.B. durch Muskelanspannungen) soll geweckt und deutlich gemacht werden. Folgende Punkte sollen im Unterricht beachtet werden:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.5.
>>> Literaturdatenbank
6. Kultur-, musikhistorisches und musikkundliches Wissen
Die Miteinbeziehung der Geschichte der Schlaginstrumente und der verschiedenen Techniken in den Instrumentalunterricht ist eine wertvolle Bereicherung und kann zum besseren Verständnis und stimmigen Interpretationen beitragen. Die Unterrichtsinhalte sollten daher unter dem Aspekt des Aufzeigens von historischen Zusammenhängen vermittelt werden.
>>> siehe auch: Punkt 16
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.3.
>>> Literaturdatenbank
7. Lebendiger Unterricht und vielfältige Unterrichtsformen
Einzel-, Partner-, Gruppen-, Ensemble- und Klassenunterricht
Methodische Flexibilität bezieht sich auch auf Unterrichtsformen – diese sind weder grundsätzlich gut noch schlecht, sondern lediglich danach zu beurteilen, ob sie in Bezug auf die definierten Intentionen und die anstehenden Inhalte zielführend sind.
Auch wenn zunehmend neue Unterrichtsformen den traditionellen Einzelunterricht ergänzen: Eine wichtige Quelle positiver persönlicher und musikalischer Entwicklung der SchülerInnen an einer Musikschule ist eine persönliche, vertrauensvolle und beständige Beziehung zu ihren LehrerInnen.
Die Unterrichtsform soll unter Einbindung der Lehrkraft nach pädagogischen Gesichtspunkten festgelegt werden. Ein ausgewogener Wechsel der Unterrichtsformen – flexibel gestaltet – und Teamteaching werden empfohlen. Dafür muss die nötige Infrastruktur vorhanden sein.
Der Unterricht kann durch Workshops und Konzertbesuche ergänzt werden.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
8. Übeformen/Übepraxis
„Das Üben lernen“ – die LehrerInnen zeigen im Unterricht den SchülerInnen, wie zu Hause richtig geübt werden soll. Die Organisation des regelmäßigen Übens durch das Erstellen eines Übeplans wird empfohlen.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.
>>> Literaturdatenbank
9. Einbeziehung und Mitarbeit der Eltern
Die LehrerInnen sollen den Kontakt mit den Eltern suchen, pflegen und erhalten.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.5.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.5.
>>> Literaturdatenbank
10. Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts
Um einen effektiven Unterricht zu gewährleisten, ist ein sinnvolles Planen unumgänglich. Eine individuelle Planung und Gestaltung der Vor- und Nachbereitung wird empfohlen, wobei Interessen und Schwerpunkte der SchülerInnen miteinbezogen werden sollten. Spontane Änderungen in der Planung sollten zugelassen werden, da diese den Unterricht abwechslungsreicher machen.
Allgemeine Vorbereitung der Lehrkraft:
Unterrichtsvorbereitung:
Nachbereitung des Unterrichts:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.
>>> Literaturdatenbank
11. Lernziele/Bildungsziele (nach Entwicklungsstufen/Leistungsstufen)
Die SchülerInnen sollen in die Überlegungen der Lehrkraft bezüglich der Unterrichtsziele mit einbezogen werden, dies trägt zur Motivation der SchülerInnen bei. Die gemeinsam vereinbarten Ziele sollten von Zeit zu Zeit überprüft werden.
Allgemein gilt:
Die Bildungsziele sind einem gesellschaftlichen Wandel unterzogen. Dabei ist auf Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Musikstilen und das Lebendighalten und Weiterentwickeln des kulturellen Erbes zu achten.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
12. Empfehlungen für Übertrittsprüfungen
Es wird empfohlen, Übertrittsprüfungen mit einem fachlich einheitlichen Anforderungsprofil (siehe Modulsystem) abzuhalten, die jedoch regional unterschiedlich ausgerichtet sein können.
Kreative und individuelle Formen der Prüfungsgestaltung sollten ermöglicht werden.
Modulsystem für den Schlagwerkunterricht
Mit dem Modulsystem wollen österreichische PädagogInnen für Schlaginstrumente und namhafte MusikerInnen das Unterrichtsfach Schlaginstrumente auf eine breitere Basis stellen. Es soll die Möglichkeit schaffen, den individuellen Bedürfnissen und Neigungen der SchülerInnen besser zu entsprechen sowie höhere Leistungsgewinne und mehr Spaß am Spiel durch erhöhte Motivation zu erreichen. Außerdem kann im Modulsystem die Vorbereitung für Aufnahmeprüfungen an Musikuniversitäten und Konservatorien zielgerichteter erfolgen. Die gesteigerte Vielfalt an den Musikschulen ist ein weiterer positiver Effekt.
Der Lehrplan bietet für jedes Modul ein Anforderungsprofil, in dem die Lerninhalte für das Hauptinstrument definiert sind. Die Wahlinstrumente (Kategorien) bleiben inhaltlich den LehrerInnen (in Abstimmung mit den SchülerInnen) überlassen und werden mit niedrigerem Anforderungsniveau vermittelt.
Eine besondere Rolle fällt den Hauptstandorten (Stammschulen, Regional- Musikschulen, Musikschulen mit Öffentlichkeitsrecht) zu, da dort jene Unterrichtsmodule abgehalten werden können, die kleinere Musikschulen nicht anbieten können.
EMP (MFE, MGA, RMF)
Pfeil nach unten
POOL
Geeignete SchülerInnen beginnen sofort im Modulsystem
Einstieg und Vorbereitung: 1 bis 2 Jahre mit Gruppen von 3 bis 4 SchülerInnen (Elementarstufe)

Auswahlverfahren, Gespräch, Beratung, Weiterführung im Modulsystem
Pfeil nach unten
MODULSYSTEM
Stufe / Dauer
Orchester - Modul *
Stabspiel - Modul
Drumset - Modul
Percussion - Modul
Jazz-Mallet - Modul
Unterstufe

3 bis 4 Jahre

Prüfung
Kleine Trommel, Pauken, Stabspiele, Klassik-Perkussion, Drumset
Stabspiele + 1 Kategorie
Drumset + 1 Kategorie
Percussion + 1 Kategorie
Vibraphon (Marimba) + 1 Kategorie
Mittelstufe

3 bis 4 Jahre

Prüfung
Kleine Trommel, Pauken, Stabspiele, Klassik-Perkussion, Drumset, Multiple Percussion
Stabspiele + 1 Kategorie
Drumset + 1 Kategorie
Percussion + 1 Kategorie
Vibraphon (Marimba) + 1 Kategorie
Oberstufe

3 bis 4 Jahre

Prüfung
Kleine Trommel, Pauken, Stabspiele, Drumset, Multiple Percussion
Stabspiele + 1 Kategorie
Drumset + 1 Kategorie
Percussion + 1 Kategorie
Vibraphon (Marimba) + 1 Kategorie
* Für die Erlangung der Leistungsabzeichen des ÖBV ist das Orchestermodul zu erfüllen.
Folgende Kategorien sind frei wählbar:
Anforderungsprofile in der Reihenfolge des Modulsystems
Lehrplanmodule Schlaginstrumente für
Lehrplanmodul für Orchester
Unterstufe
1. Lernjahr
Kleine Trommel:
- Binäre, ternäre Notenwerte, einfacher Vorschlag
- Dynamik, Stickings, Duette
- Spielen von leichten Stücken
Drumset:
- Basics, einfache Koordinationsübungen, leichte Rhythmen ad lib.
2. Lernjahr
Kleine Trommel:
- 2- und 3-facher Vorschlag, Wirbel, Stickings
- Einfache Rudiments, Etüden, Akzente
Stabspiele:
- 2-Schlägeltechnik, Skalen (Dur, Moll, Blues etc.)
- Technikübungen, Etüden
Pauken:
- Stimmen, Tongebung, Handsätze, leichte Etüden
- Vortragsstücke
Klassik-Percussion:
- Richtige Handhabung
Drumset:
- Rhythmen und Fills, Play alongs
Multiple Percussion:
- Leichte Stücke
3. Lernjahr
Kleine Trommel:
- Wie oben (weiterführend), Rudiments, Etüden mit verschiedenen Taktarten
Stabspiele:
- Beginn mit 4-Schlägeltechnik, technische Übungen, Tremolo
- Etüden-Einsatz im Ensemble
Pauken:
- Etüden, Wirbel, Vorschläge
Drumset:
- Binär und ternär: Rhythmen und Fills, leichte Standardrhythmen
Multiple Percussion:
- Leichte bis mittlere Stücke: Solo, mit Klavierbegleitung
Prüfung
(8 bis 10 Minuten reine Spielzeit – gleichwertig mit ÖBV „Bronze“)
Kleine Trommel:
- Stücke mit Vorschlägen, Wirbel, verschiedene Dynamiken
- Verschiedene Taktarten, einfache Rudiments
Stabspiele:
- 1 bis 2 Vortragsstücke oder Etüden verschiedenen Charakters (eventuell mit Korrepetition) für Xylophon (Marimba, Vibraphon)
Pauken:
- Einstimmen, 1 bis 2 Vortragsstücke oder Etüden verschiedenen Charakters (eventuell mit Korrepetition)
Drumset:
- Leichte Standardrhythmen, 1 Stück mit Begleitung (Play along, Klavier, Ensemble)
Multiple-Percussion:
- ad lib.
Mittelstufe
1. Lernjahr
Kleine Trommel:
- Rudiments intensiv, Vorschläge ausgeschlagen - Komplexere Etüden (Triolen mit Pausen, Quintolen, Tempowechsel etc.)
Stabspiele:
- 4-Schlägeltechnik intensivieren auf Marimba und Vibraphon
- Einfache Etüden und Stücke, fachübergreifende Literatur
Pauken:
- Etüden mit Umstimmen, Vorschläge, Klangsensibilisierung
Drumset:
- Rudiments aufteilen auf Set, weitere Rhythmen
2. Lernjahr
Kleine Trommel:
- Wie oben (weiterführend), Konzertstücke (Solo, mit Klavier oder CDBegleitung), spezielle Spielarten ( verschiedene Anschlagflächen, Sounds)
- (Multiple Percussion)
Stabspiele:
- 2- und 4-Schlägeltechnikübungen, Etüden, Solo-Literatur
- Vibraphon: Pedaltechnik, verschiedene Dämpfungsarten
Pauken (2 bis 4):
- Etüden und Literatur mit Umstimmen, Einsatz im Ensemble (Orchester)
- Orchesterstücke mit Korrepetition oder CD
Drumset:
- Wie oben (weiterführend), Solo- bzw. Duostücke, Fills (binär und ternär)
3. Lernjahr
Kleine Trommel:
- Wie oben (weiterführend), Multiple Percussion
Stabspiele:
- Xylophon-, Marimba- und Vibraphonetüden - Solo- und Duostücke, Orchesterstellen, Einsatz im Orchester (Ensemble)
Pauken: (2 bis 4)
- Wie oben (weiterführend)
Drumset:
- Swing mit Phrasierungen, 2 bis 4-taktige Solos und Fills, Latin, einfache Aufteilungen am Drumset
Prüfung
(12 bis 15 Minuten reine Spielzeit – gleichwertig mit ÖBV „Silber“)
Kleine Trommel:
- 1 Rudimentstück, 1 traditionelles Solostück oder 1 Multiple Percussion-Stück
Stabspiele:
- 1 Solostück (Xylophon, Marimba oder Vibraphon) mit Korrepetition oder CD
- 1 Solostück (oder Duostück) mit 2 oder 4 Schlägeln
Pauken:
- 2 Solostücke (mit Umstimmen, mindestens 3 Pauken)
Drumset:
- Rhythmen und Fills, Swing – einfaches Chartreading und CD
Multiple-Percussion:
- 1 Stück Solo oder mit Begleitung
Oberstufe
1. Lernjahr
Kleine Trommel:
- Rudiments, Etüden, Solo- und Duostücke
Stabspiele:
- Komplexere Strukturen zwischen linker und rechter Hand
- Aufbauende Literatur für Xylophon, Marimba, Vibraphon
Pauken:
- Etüden, Orchesterstellen, Solostücke, Einsatz im Orchester und Ensemble
Drumset:
- Swing, Funk, Latin, Fills, leichtes Soloing
2. Lernjahr
Kleine Trommel:
- wie oben (weiterführend), Orchesterstellen
Stabspiele:
- wie oben (weiterführend), Solo-, Duo- und Ensemblestücke
- Orchesterliteratur
Pauken:
- wie oben (weiterführend)
Drumset:
- Swing, Latin, ungerade Taktarten, Arrangements, CD (Band), Soloing
3. Lernjahr
Kleine Trommel, Stabspiele, Pauken, Drumset und Multiple-Percussion:
- Vorbereitung der Prüfungsstücke
Prüfung
(mindestens 20 Minuten reine Spielzeit – gleichwertig mit ÖBV „Gold“)
Aus den angeführten Bereichen sind 3 frei wählbar, Stabspiele verpflichtend!
Kleine Trommel:
- 1 Rudimentstück, 1 Solostück traditionell oder modern, Multiple-Percussionstück (ad lib.)
Stabspiele:
- 4-Schlägel-Solostück(e) für Marimba oder Vibraphon (oder Solostück für Xylophon mit Korrepetition)
Pauken:
- Solostück(e) für 3 bis 4 Pauken, Etüde(n)
Drumset:
- 1 Arrangement mit Band oder CD
Multiple-Percussion:
- 1 Stück Solo oder mit Begleitung (z.B. Klavier)
Ergänzungsfächer
Auf die Wichtigkeit der angebotenen Ergänzungsfächer (Musikkunde, Gehörbildung etc.) zur Unterstützung des Unterrichts soll von den LehrerInnen besonders hingewiesen werden.
Die Teilnahme an Ensembles, Orchester, Bands usw. ist verpflichtend. Die Möglichkeiten des fachübergreifenden Musizierens sollen gefördert werden.
Lehrplanmodul für Stabspiele
Unterstufe
1. Lernjahr
- 2-Schlägeltechnikstudien für Xylophon (Glockenspiel), Marimba, Vibraphon
- Kennenlernen von verschiedenen Skalen (Dur, Moll, Blues)
- Skalenstudien bis 6# und 6b
- Akkordzerlegungen (Dur und Moll)
- Einfache Solo- und Duostücke
2. Lernjahr
- 2-Schlägeltechnikstudien, Skalenstudien, Akkordzerlegungen über 2 Oktaven, Tremoloübungen
- Einführung in die 4-Schlägeltechnik
- Einfache Stücke (auch mit Klavierbegleitung)
- Förderung des Auswendigspielens
3. Lernjahr
- 4-Schlägeltechnikstudien auf Marimba und Vibraphon
- Skalen und Akkordzerlegungen mit 4-Schlägeltechnik
- Förderung der Kreativität (frei spielen)
- Solo- und Duostücke, Stücke mit Klavier-Begleitung, Play along
Prüfung
(8 bis 10 Minuten reine Spielzeit)
- 1 bis 2 Vortragsstücke mit 2-Schlägeltechnik (Xylophon, Marimba)
- 1 bis 2 Stücke mit 4-Schlägeltechnik (Marimba, Vibraphon)
- 1 bis 2 Stücke mit Begleitung (Klavier, CD, Ensemble)
Mittelstufe
1. Lernjahr
- 2-Schlägeltechnikstudien erweitern, Tonleitern und Akkordzerlegungen verschiedener Skalen (Dur, Moll, Blues, Pentatonik etc.)
- Kadenzen in Dur und Moll
- 4-Schlägeltechnikstudien erweitern; Unabhängigkeits- und Koordinationsübungen für linke und rechte Hand - Vibraphon: Pedaleinsatz, Schlägeldämpfung, Phrasierung
- Auswendigspiel und freies Spiel fördern
- Weiterführende Literatur: Solo- und Duostücke, Ensemblestücke
- Fachübergreifende Literatur
2. Lernjahr
- Technikübungen, sowohl 2- als auch 4-Schlägeltechnik weiterführen
- Erarbeiten spezieller Techniken: z.B. one hand roll
- Kennenlernen weiterer Skalen: orientalisch, Ganztonleiter etc.
- Auswendigspiel, freies Spiel
- Sensibilisierung für Klang erhöhen (Schlägelwahl etc.)
- Auseinandersetzen mit dem 4-stimmigen Begleiten: Umsetzung von Akkordsymbolen
- Weiterführende Literatur
3. Lernjahr
- Technikstudien weiterführen
- Einsatz verschiedener Schlägel: Klangempfinden stärken
- Begleitmuster erarbeiten, binär und ternär
- Vermehrt Sololiteratur, Konzertstücke mit Orchester
Prüfung
(12 bis 15 Minuten reine Spielzeit)
- 1 bis 2 Etüden: 2- und 4-Schlägeltechnik
- 2 Solostücke verschiedenen Charakters
- 2 Stücke mit Begleitung (Klavier, andere Instrumente, CD, Ensemble)
- 1 vorbereitetes Stück begleiten (nach Akkordsymbolen)
Oberstufe
1. Lernjahr
- Oben angeführte Technikstudien weiterführen
- 2-stimmige Werke in 2-stimmiger Ausführung: linke Hand unteres System, rechte Hand oberes System
- Weiterführende Literatur (Solo und Duo, Ensemble)
2. Lernjahr
- Solo-, Duo- und Ensembleliteratur
- Fachübergreifende Literatur
- Freies Spiel
3. Lernjahr
- Auswahl geeigneter Prüfungsstücke und deren Erarbeitung
Prüfung
(mindestens 20 Minuten reine Spielzeit)
- 1 bis 2 Etüden: 2- und 4-Schlägeltechnik
- 3 Solostücke verschiedenen Charakters
- 2 Stücke mit Begleitung (Klavier, andere Instrumente oder Ensemble)
- 2 vorbereitete Stücke begleiten (nach Akkordsymbolen)
Ergänzungsfächer
Auf die Wichtigkeit der angebotenen Ergänzungsfächer (Musikkunde, Gehörbildung etc.) zur Unterstützung des Unterrichts soll von den LehrerInnen besonders hingewiesen werden.
Die Teilnahme an Ensembles, Orchester, Bands usw. ist verpflichtend. Die Möglichkeiten des fachübergreifenden Musizierens sollen gefördert werden.
Lehrplanmodul für Drumset
Unterstufe
1. Lernjahr
- Schlägelhaltung, Schlagtechnik, binäre und ternäre Rhythmen, Noten und Pausen
- Hauptinstrument Snare Drum: leichte Übungen und Stücke
- Aufteilungen auf Snare und Toms
- Flam und Akzente, verschiedene Taktarten
- Leichte Paradiddleübungen
- Einfache Popgrooves mit Fills
- Leichte Stücke mit Play alongs
2. Lernjahr
- Verbesserung der rudimentären Technik
- Rudimentstücke für Snare Drum
- Snare-Techniken „Klassik“: Wirbel, Vorschläge
- Open roll
- Verwendung von Paradiddles und anderen leichten Rudiments am Drumset
- Verschiedene Stile: Bossa Nova, Rumba Cha Cha
- Swing-Groove mit Fills, Erweiterung der Pop-Rockgrooves
- Stücke mit Play alongs
3. Lernjahr
- Verbesserung der rudimentären Technik
- Swing-Comping, leichte 4-taktige Solos (binär und ternär)
- Rudiments am Drumset in Fills bzw. Sololicks
- Einfache Besenübungen
- Stücke mit Play alongs (Ensemble etc.)
Prüfung
(8 bis 10 Minuten reine Spielzeit)
- Snare Drum: 1 einfaches Rudimentstück
- Blattlese-Übung
- Drumset: Swing-Comping (4tel, 8tel)
- Rock / Funk-Solo
- Play along: 2 Stücke mit unterschiedlicher Stilistik
- (Ensemble)
Mittelstufe
1. Lernjahr
- Verbesserung der rudimentären Technik, verschiedene Samba-Variationen
- Einfache Swing-Arrangements
- Erweiterung des Groove- und Fill-Repertoires
2. Lernjahr
- Verbesserung der rudimentären Technik und Anwendung bei Fills, Solos oder Grooves
- Verbesserung der „klassischen“ Kleinen Trommel-Technik
- Erweiterung der Pop- und Rockgrooves
- Verbesserung der Besentechnik, Besengrooves
- Transkriptionen (Fills, Solos, Songs)
3. Lernjahr
- Latingrooves (Unterschied: Brasilien und Kuba)
- Pop- und Rockgrooves in ungeraden Taktarten
- Anwendungsbeispiele der gelernten Grooves in verschiedenen Besetzungen
- Transkriptionen
Prüfung
(12 bis 15 Minuten reine Spielzeit)
- Snare Drum: 1 Rudimentstück, 1 „klassische“ Etüde
- Drumset: Swing Comping (alle Notenwerte)
- Swing-Solo (4er oder 8er)
- 1 Stück Snare / Bassdrum mit Hi Hat Rolls mit Akzenten und Hi Hat Begleitung (Akzente am Set aufteilen)
- Latin (verschiedene Variationen von Samba, Salsa, Mambo und Songo)
- 1 Solo
- Blattlese-Übung (Big Band-Arrangement)
- Play along: 2 Stücke unterschiedlichen Charakters
- (Ensemble)
Oberstufe
1. Lernjahr
- Vertiefung und Erweiterung des bisher Gelernten
- Analyse von aktuellen Trends und Musikstilen
- Hilfe und Unterstützung zur Erlangung einer eigenen musikalischen Identität
2. Lernjahr
- wie oben
3. Lernjahr
- Auswahl geeigneter Prüfungsstücke und deren Erarbeitung
- Vorbereitung für eine weiterführende Ausbildung (Universität oder Konservatorium)
Prüfung
(mindestens 20 Minuten reine Spielzeit)
- Snare Drum: 1 Rudimentstück (alle Rudiments)
- 1 „klassische“ Etüde
- Drumset: 6 verschiedene Grooves (verschiedene Stile mit Fills)
- 1 selbst geschriebenes oder transkribiertes Solo
- Mit Band: 4 Stücke unterschiedlicher Stilistik
Ergänzungsfächer
Auf die Wichtigkeit der angebotenen Ergänzungsfächer (Musikkunde, Gehörbildung etc.) zur Unterstützung des Unterrichts soll von den LehrerInnen besonders hingewiesen werden.
Die Teilnahme an Ensembles, Orchester, Bands usw. ist verpflichtend. Die Möglichkeiten des fachübergreifenden Musizierens sollen gefördert werden.
Lehrplanmodul für Ethno-Percussion
Unterstufe
1. Lernjahr
- Basic Sounds auf Congas und Djembe – Tumbao
- Afrikanische und kubanische Grundrhythmen auf Djembe und Congas
- Small Percussion, Body- und Voice-Percussion
- Clave-Rhythmen
2. Lernjahr
- Vertiefen des bereits Erlernten
- Bongos – Martillo
- 3er Gruppen
- Brasilianische Musik auf Congas, Bongos, Smallpercussion
- Clave-Rhythmen (Son, Rumba, 6/8)
3. Lernjahr
- Sticking : Timbales-Patterns (kubanisch), leichtes Soloing
- Spielen in der großen Gruppe
- Kubanische Musik auf sämtlichen Instrumenten in der Gruppe – Spiel im Clave-Rhythmus
- Beginn mit Soloing auf allen geeigneten Instrumenten
- Percussion in der Popmusik und Fusion traditioneller Percussion mit verschiedenen Musikstilen und Basissignalen
Prüfung
(8 bis 10 Minuten reine Spielzeit)
- Verschiedene Stile auf Congas, Djembe, Timbales und Bongos (mindestens 3)
- Leichtes Ensemblestück (Instrument wahlweise)
- Clave-Rhythmen
- 1 Play along
Mittelstufe
1. Lernjahr
- Vertiefen des bereits Erlernten
- Afrikanisch, kubanisch, Brasilianisch
- Komplexere Intros mit Signalen im Ensemble
- Ternäre Rhythmen (Shuffle, Bluesrock)
- Ungerade Taktarten
2. Lernjahr
- Vertiefen des bereits Erlernten
- Einsatz der Small Percussion im Ensemble
- Fusion mit Pop, Rock, Funk
3. Lernjahr
- Einführung auf Cajon, Djembe, Darabuka, Dunbe
- Einführung von asiatischen Grundrhythmen
- Auch Einsatz in Gruppen mit Small Percussion
Prüfung
(12 bis 15 Minuten reine Spielzeit)
- 1 Afro Cuban (mit Ensemble oder Play along)
- 1 Shuffle (mit Ensemble oder Play along)
- 1 Arrangement und Soloing
- Rhythmen auf Cajon, Djembe, Darabuka, Congas, Bongos, Timbales,Dunbe.
Oberstufe
1. Lernjahr
- Vertiefen des Erlernten
- Polyrhythmik
- Polymetrik
- Erweiterte Percussion, Doubletime, Halftime
- Unabhängigkeit, z.B. Conga und Shaker, Cowbwell mit Fuß (Clave)
- Einsatz mehrerer Dunbes im Ensemble
- Verschiedene Sounds (Windchimes etc.)
- Einführung auf Rahmentrommeln
- Transkriptionen
- Eventuell Programming Midi, Recording
2. Lernjahr
- Wie oben
- Aufbau vrschiedener Percussionsets
- Arrangements spielen mit Instrumentenwechsel im Stück
- Soloing auf allen geeigneten Instrumenten in verschiedenen Stilen
- Klangmalerei, freie Improvisation
- Percussion auf Alltagsgegenständen
- Repertoirekunde
3. Lernjahr
- Wie oben
- Stilanalyse von (selbstgewählten) Stücken mit Transkription
- Verfeinerung des Timings
- Arrangieren und Instrumentieren
Prüfung
(mindestens 20 Minuten reine Spielzeit)
- Mit Ensemble: Spielen verschiedener Stile auf verschiedenen Instrumenten
   (Congas, Bongos, Djembe, Cajon, Timbales, Darabukka, Rahmentrommeln, Dunbe)
- Soloing über eine vorgegebene Form
- Transkriptionen
- Freies Solo
Ergänzungsfächer
Auf die Wichtigkeit der angebotenen Ergänzungsfächern (Musikkunde, Gehörbildung, etc.) soll von den LehrerInnen als unterstützendes Mittel für den Unterricht besonders hingewiesen werden.
Die Teilnahme an Ensembles, Orchester, Bands usw. ist verpflichtend. Die Möglichkeiten des fachübergreifenden Musizierens sollen gefördert werden.
Lehrplanmodul für Jazz Mallets
Unterstufe
1. Lernjahr
- 2-Schlägeltechnikstudien
- Skalenstudien: Durtonleiter bis 6# und 6b über 1 Oktave
- 3-stimmige Akkordzerlegungen von Durakkorden über 2 Oktaven
- Einfache Vortragsstücke in traditionellen Jazzstilen, Ragtimes
2. Lernjahr
- 2-Schlägeltechnikstudien
- Skalenstudien; Dur und Moll bis 6# und 6b über 2 Oktaven
- 3-stimmige Akkordzerlegungen in Dur und Moll bis 6# und 6b über 2 Oktaven
- Verminderte Akkorde (3-stimmig) über 2 Oktaven
- Ragtimes und einfache Jazz- und Bluesthemen
- Einführung in die Pedaltechnik am Vibraphon
3. Lernjahr
- 4-Schlägeltechnikstudien
- Wiederholen der Skalen- und Akkordübungen in 4-Schlägeltechnik
- Dur-, Moll- und Pentatonikskalen über das ganze Instrument
- Pentatonik-Improvisation und Erfinden eigener Melodien
- Ergänzender Gruppenunterricht mit Improvisationsübungen
- Technische Vortragsstücke
- Einfache Jazzstücke mit Pentatonik-Improvisation
4. Lernjahr
- 4-Schlägeltechnikstudien
- Vertiefen der Pedaltechnik
- Schwerpunkt Blues: Blues-Skalen bis 2b und 2#
- Einführung der Blue-Notes
- 4-stimmiges Bluesvoicing in Septakkorden
- Vortrag und Improvisation von Bluesstücken
Prüfung
(8 bis 10 Minuten reine Spielzeit)
- 1 Vortragsstück in 2-Schlägeltechnik (Ragtime)
- 1 Blues mit Improvisation und Begleitung
- 1 Jazzstandard – pentatonische Improvisation mit Begleitung
Mittelstufe
1. Lernjahr
- 4-stimmige Akkordzerlegungen in engen und weiten Lagen in Grundstellung
- Akkordtypen: Major-Sept, Sept, Moll-Sept
- Übungen mit II-V-I-Kadenzen (Dur) und entsprechende Akkordzerlegungen und dazugehörende Skalen
- Einfache Standards mit Improvisation
- Bluesskalen und Repertoire erweitern
- Stücke in ungeraden Metren (3/4, 5/8, 3/8 etc.)
2. Lernjahr
- Übungen mit II-V-I-Kadenzen (Moll) und entsprechende Akkordzerlegungen und dazugehörende Skalen
- Behandlung der Akkordtypen: Moll Sept b5, Moll Sept b9
- 2-Schlägel-Voicings für alle Kadenzen (auch Blues)
- 9-/13-Tensions für alle Kadenzen (auch Blues)
- One Hand Exercises (Four Mallet Studies)
- Malletdampening am Vibraphon
- Erweitern des Repertoires: Standards in Dur, Moll und Blues
3. Lernjahr
Prüfung
(12 bis 15 Minuten reine Spielzeit)
- 1 Ragtime mit Begleitung
- 1 Solostück auf Vibraphon oder Marimba im Jazzstil
- 2 Play alongs: Latin und Swing
Oberstufe
1. Lernjahr
- Skalen: Alteriert, Halbton – Ganzton, Ganzton – Halbton, Ganzton
- Bitonale Akkordstrukturen
- Akkordsubstitutionen: Tritonus-Substitut; Moll-Substitut
- Erweiterte Turnarounds und Beispiele (Standards)
- Rhythm-Changes
- Transkriptionen
- Technik: 2-stimmige Stücke in 2-stimmiger Ausführung (linke Hand unteres System, rechte Hand oberes System)
2. Lernjahr
- Orientalische Skalen und entsprechende Studien
- Transkriptionen
- Repertoire ausbauen
- Eigene Arrangements für Ensemble, Band, Combo schreiben und Ausführung als BandleaderIn und/oder MusikerIn
- Technik: auskomponierte Solostücke in 4-Schlägeltechnik (Marimba/Vibraphon)
3. Lernjahr
- Transkriptionen
- Eigene Arrangements
- Eigenkomposition für Stage-Band oder Mallet-Solo
- Repertoire ausbauen
- Erarbeiten der Prüfungsliteratur
Prüfung
(mindestens 20 Minuten reine Spielzeit)
Solo:
- 1 bis 2-stimmiges Stück (rechte Hand oberes System, linke Hand unteres System)
- 1 auskomponiertes Vibraphon-Solostück im Jazzstil
Mit Band (zumindest Trio-Besetzung):
- 1 Solostück: Standard oder Eigenkomposition
- 1 Ballade
- 1 Bebop
- 1 Latin
- 1 Eigenkomposition
- 1 Stück mit ungeradem Metrum
Ergänzungsfächer
Auf die Wichtigkeit der angebotenen Ergänzungsfächer (Musikkunde, Gehörbildung, etc.) soll von den LehrerInnen als unterstützendes Mittel für den Unterricht besonders hingewiesen werden.
Die Teilnahme an Ensembles, Orchester, Bands usw. ist verpflichtend. Die Möglichkeiten des fachübergreifenden Musizierens sollen gefördert werden.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
13. Besondere Hinweise zum „frühinstrumentalen Unterricht“ und zum Unterricht mit „jugendlichen und erwachsenen AnfängerInnen“
Hinweis auf frühere Punkte (Pool, Modulsystem)
Jugendliche und Erwachsene können ihr musikalisches Wunschziel genauer definieren, daher ist eine umfassende Ausbildung machbar.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
14. Hinweise zum Unterricht mit „Menschen mit Behinderungen“
Der Unterricht sollte von LehrerInnen mit besonderer Ausbildung erfolgen, z.B. Musiktherapie.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
15. Instrumentenkundliches (Sonderformen, Pflege, Kauf, ...)
Informationen zu Instrumentenkunde und -pflege sollen in den Unterricht eingebunden werden.
>>> Literaturdatenbank
16. Fachspezifische Besonderheiten
>>> Literaturdatenbank
 KOMU - Konferenz der österreichischen Musikschulwerke
VESCON Systemtechnik GmbH