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Lehrplan
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Über diesen Lehrplan
Visionärer Wegweiser
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Fachspezifischer Teil
Literaturteil
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Fachspezifischer Teil - Viola
 Lehrplan Viola zum Download
1. Repertoire – inhaltliche Breite
Die SchülerInnen sollen im Laufe der Ausbildung mit verschiedenen Stilepochen, Strömungen und Gattungen vertraut gemacht werden (stilistische Vielfalt), wobei auf eine Ausgewogenheit zwischen der inhaltlichen Breite und einer den SchülerInnen entgegenkommenden Schwerpunktsetzung zu achten ist.
>>> Literaturdatenbank
2. Musizierformen
Das Musizieren im Ensemble und das kammermusikalische Musizieren sollen in unterschiedlichen Besetzungsvarianten von Beginn an in den Unterricht integriert werden. Dadurch werden insbesondere das Hörvermögen und das Rhythmusgefühl geschult, aber auch die soziale Integration gefördert.
Hilfsmittel:
>>> Literaturdatenbank
3. Eignung, Lernvoraussetzungen
Das frühe Erlernen der Viola ist aufgrund der Unbefangenheit und Unbeschwertheit im Vor- bzw. Volksschulalter vorteilhaft. Durch die Entwicklungen der letzten Jahre im Instrumentenbau (Kinderbratschen ab der Größe 1/16 – entspricht einer 1/4 Violingröße) sowie einer großen Literaturerweiterung ist der Beginn grundsätzlich ab dem 5. Lebensjahr möglich.
Es wird empfohlen, dass die Lehrkraft die Eignung im Rahmen eines Beratungsgespräches mit den Eltern feststellt und die notwendigen Rahmenbedingungen für den Lernprozess erläutert.
Durch den geringeren Bekanntheitsgrad ist eine gezielte Hinführung zu diesem Instrument notwendig. Ideal ist ein wiederholtes Vorstellen der Viola in Kindergärten und Volksschulen sowie im gesamten Bereich der elementaren Musikpädagogik.
Erfahrungen zeigen, dass sich Kinder durchaus zur speziellen Klangfarbe der Viola hingezogen fühlen. Entgegen weitverbreiteter Meinungen ist das vorherige Erlernen der Violine nicht notwendig!
Die Bedeutung der Viola muss dem Kind besonders dargestellt werden:
In einigen Bundesländern gibt es ein Aufnahmeverfahren. Entwicklungspotentiale können meist während des Probejahres festgestellt werden.
Anhaltspunkte für die Eignung können sein:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
4. Ganzheitliche Pädagogik
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 4.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
5. Körper und Instrument, Technik
Hervorheben der Wichtigkeit eines entwickelten Körperbewusstseins
Zeitgemäße Ausstattung der Unterrichtsräume in der Musikschule
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.5.
>>> Literaturdatenbank
6. Kultur-, musikhistorisches und musikkundliches Wissen
Das umfassende Ausbildungsangebot an Musikschulen beinhaltet auch die Vermittlung von musikhistorischem und musikkundlichem Wissen sowie eines allgemeinen Kulturwissens. Der musikalische Ausdruck, die Fähigkeit künstlerisch zu gestalten und das Werkverständnis werden durch den geschichtlichen Kontext bereichert.
Musikhistorisches Wissen:
Musikkundliches Wissen
Kulturelles Wissen
>>> siehe auch: Punkt 16
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.3.
>>> Literaturdatenbank
7. Lebendiger Unterricht und vielfältige Unterrichtsformen
Einzel-, Partner-, Gruppen-, Ensemble- und Klassenunterricht
Methodische Flexibilität bezieht sich auch auf Unterrichtsformen – diese sind weder grundsätzlich gut noch schlecht, sondern lediglich danach zu beurteilen, ob sie in Bezug auf die definierten Intentionen und die anstehenden Inhalte zielführend sind.
Auch wenn zunehmend neue Unterrichtsformen den traditionellen Einzelunterricht ergänzen: Eine wichtige Quelle positiver persönlicher und musikalischer Entwicklung der SchülerInnen an einer Musikschule ist eine persönliche, vertrauensvolle und beständige Beziehung zu ihren LehrerInnen.
Um eine optimale Förderung der SchülerInnen zu gewährleisten, ist bei der Wahl der Unterrichtsform sowohl auf die personellen und räumlichen Möglichkeiten der Musikschule als auch auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten der SchülerInnen zu achten.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
8. Übeformen/Übepraxis
Grundvoraussetzung zum selbstständigen Üben zuhause ist die Freude am Spiel. Diese kann durch einen lebendigen Unterricht (gemeinsames Musizieren, Einbeziehen von musikalischen „Lieblingsthemen“ der SchülerInnen, Vorbereitung auf einen Auftritt usw.), durch die Unterstützung der Eltern und durch positives Feedback gefördert werden.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.
>>> Literaturdatenbank
9. Einbeziehung und Mitarbeit der Eltern
Die Eltern sollen grundsätzlich in das Musikschulgeschehen aktiv eingebunden werden. Beim Unterricht stehen die SchülerInnen im Mittelpunkt. Die Mitarbeit der Eltern ist den individuellen Bedürfnissen anzupassen, wobei auf eine ausgewogene Balance zwischen zu wenig Elterninteresse und zu viel Elternaktivität zu achten ist.
Je nach Möglichkeit und Bereitschaft seitens des Elternhauses gibt es einige Hilfestellungen zur Förderung eines positiven Bildungswegs:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.5.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.5.
>>> Literaturdatenbank
10. Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts
Eine gezielte Unterrichtsplanung ermöglicht es, alle SchülerInnen individuell zu betreuen und zu fördern. Die Bildungsziele sind von der Lehrkraft aktiv in den Unterricht einzubringen, wobei die Wünsche der SchülerInnen beachtet und berücksichtigt werden sollen.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.
>>> Literaturdatenbank
11. Lernziele/Bildungsziele (nach Entwicklungsstufen/Leistungsstufen)
Als Grundstruktur wird von vier Entwicklungsstufen ausgegangen: Elementar-, Unter-, Mittel- und Oberstufe.
Die Verweildauer in den einzelnen Stufen liegt zwischen zwei (bei der Elementarstufe) und mehreren Jahren und richtet sich im Wesentlichen nach dem Anfangsalter, der Vorbildung, der Unterrichtsform und der Unterrichtsdauer. Ebenso müssen Faktoren wie das psychologische und soziale Umfeld der SchülerInnen, etwaige Erkrankungen oder ein Wechsel der Lehrkraft beachtet werden.
In allen Stufen sollen neben der Technik am Instrument und der Musikalität folgende Punkte gefördert werden:
Elementarstufe
In der Elementarstufe werden grundlegende Fertigkeiten am Instrument und ein musikalisches Basiswissen erworben.
Anhaltspunkte:
Nach Möglichkeit soll der Instrumentalunterricht bereits in der Elementarstufe durch einen elementaren Musiklehrekurs ergänzt werden.
Unterstufe
In der Unterstufe werden die allgemeinen musikalischen und technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten am Instrument erweitert und ein erster Einblick in verschiedene Epochen und Stile vermittelt.
Mittelstufe
In der Mittelstufe werden die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickelt und ausgebaut. Es wird bereits auf größere Werke der Violinliteratur (solistisch und kammermusikalisch) eingegangen und die Selbstständigkeit der SchülerInnen noch mehr gefördert.
Oberstufe
In der Oberstufe wird exemplarisch an wichtigen Werken aller Epochen gearbeitet. Besonders talentierten SchülerInnen dient sie auch als Vorbereitung auf musikalische Berufsausbildungen (Musikstudien an Konservatorien und Universitäten, Instrumentenbau etc.).
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
12. Empfehlungen für Übertrittsprüfungen
Übertrittsprüfungen sind Qualifikationen, die ein erreichtes Lernziel dokumentieren.
Es gibt unterschiedliche und bewährte Regelungen in den einzelnen Bundesländern, das hier Angeführte kann als Leitfaden dienen. In der Regel ist in jeder Stufe der entsprechende Theorieunterricht zu besuchen.
Studienabschnitte:
Allgemeine Bewertungskriterien:
Allgemeine Empfehlungen für die Programmauswahl:
Mögliche Formen:
Motivierende „Feed back“-Gespräche zwischen Lehrkraft, SchülerInnen und Eltern werden angeregt.
Die Wertschätzung über die abgelegte Prüfung soll in einer dem Anlass entsprechenden Feier zum Ausdruck gebracht werden, z.B. durch Überreichung einer Urkunde (Abzeichen oder Ähnliches) durch Persönlichkeiten aus dem Kulturleben.
Elementarprüfung
(von der Elementar in die Unterstufe)
Eignungsfeststellung (Überprüfung der Lernziele der Elementarstufe) in kindgerechter Form.
1. Übertrittsprüfung
(von der Unter- in die Mittelstufe)
Es wird empfohlen, die 1. Übertrittsprüfung nicht vor dem 12. Lebensjahr anzusetzen.
Dauer des Vorspiels: ca. 10 Minuten
Technische Anforderungen:
2. Übertrittsprüfung
(von der Mittel- in die Oberstufe)
Dauer des Vorspiels: ca. 15 bis 20 Minuten
Technische Anforderungen:
Abschlussprüfung
(am Ende der Oberstufe)
Dauer des Vorspiels: ca. 25 bis 30 Minuten
Repräsentativer Querschnitt des bisherigen musikalischen Werdegangs.
StudienanwärterInnen orientieren sich an den Anforderungen einer Aufnahmeprüfung der weiterführenden Institutionen.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
13. Besondere Hinweise zum „frühinstrumentalen Unterricht“ und zum Unterricht mit „jugendlichen und erwachsenen AnfängerInnen“
Aspekte beim frühinstrumentalen Unterricht:
Jugendliche AnfängerInnen:
Erwachsene AnfängerInnen:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
14. Hinweise zum Unterricht mit „Menschen mit Behinderungen“
Sonderpädagogik soll grundsätzlich in der Musikschule möglich sein, die Bereitschaft und Fähigkeit der Lehrkraft ist jedoch Voraussetzung. Bei Bedarf muss eine Aus- oder Fortbildung und/oder zusätzliche fachliche Hilfestellung möglich sein.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
15. Instrumentenkundliches (Sonderformen, Pflege, Kauf, ...)
Informationen zu Kauf, Pflege und Wartung:
Es sollten genügend Leihinstrumente – sowohl Anfänger- als auch Präsentationsinstrumente – in der Musikschule vorhanden sein.
Eltern sollten auf Leasing-Systeme für Leihinstrumente in allen Größen hingewiesen werden.
>>> Literaturdatenbank
16. Fachspezifische Besonderheiten
Die Viola ist ein „Mangelinstrument“, daher ist ein gezieltes Hinführen z.B. durch Instrumentenpräsentationen in Kindergärten und Volksschulen wichtig. Kinderviolen sind bereits ab der Größe 1/16 erhältlich und ein früher Beginn ist möglich (siehe auch Punkt 3).
Die Viola ist ein unentbehrliches Orchester- bzw. Ensembleinstrument und vielfältige einsetzbar.
>>> Literaturdatenbank
 KOMU - Konferenz der österreichischen Musikschulwerke
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