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Lehrplan
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Über diesen Lehrplan
Visionärer Wegweiser
Allgemeiner Teil
Fachspezifischer Teil
Literaturteil
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Fachspezifischer Teil - Violine
 Lehrplan Violine zum Download
1. Repertoire – inhaltliche Breite
1.1 Violine
Die SchülerInnen sollen im Laufe der Ausbildung mit verschiedenen Stilepochen, Strömungen und Gattungen vertraut gemacht werden (stilistische Vielfalt), wobei auf eine Ausgewogenheit zwischen der inhaltlichen Breite und einer den SchülerInnen entgegenkommenden Schwerpunktsetzung zu achten ist.
1.2 Violine Jazz Pop Rock
Jazz/Pop/Rock (im Folgenden kurz JPR genannt) und seine verwandten Gattungen sind relativ junge Musikstile mit schnell fortschreitender Entwicklung in verschiedene Richtungen. Es gilt daher bei der Auswahl des Repertoires die entwicklungsgeschichtliche Relevanz einerseits sowie aktuelle Tendenzen andererseits zu berücksichtigen. Das Vermitteln eines möglichst weiten musikalischen Horizonts – eines breiten Angebots an Stilen und Spieltechniken historischer und zeitgemäßer Musik der JPR-Geige – sollte zentrales Grundanliegen sein. Sowohl Literaturwünsche der SchülerInnen als auch Vorlieben und stilistische Schwerpunktsetzungen der LehrerInnen sollten nach Möglichkeit Berücksichtigung finden.
Die Absicht ist nicht, alle Stile zu erlernen, sondern sich – ausgehend von Stärken und Vorlieben der einzelnen SchülerInnen – der Rolle der JPR-Geige von verschiedenen Seiten zu nähern.
Ein ebenfalls wichtiger Ansatz ist die Beschäftigung mit stilbildenden Persönlichkeiten wie Stephane Grapelli, Zbiginiew Seifert, Jean-Luc Ponty, Joe Vinuti, Didier Lockwood, Charlie Parker, Miles Davis, Thelonius Monk, etc.
>>> Literaturdatenbank
2. Musizierformen
2.1 Violine
Das Musizieren im Ensemble und das kammermusikalische Musizieren sollen in unterschiedlichen Besetzungsvarianten von Beginn an in den Unterricht integriert werden. Dadurch werden insbesondere das Hörvermögen und das Rhythmusgefühl geschult, aber auch die soziale Integration gefördert.
Hilfsmittel:
2.2 Violine Jazz Pop Rock
Um eine bestmögliche musikalische Entwicklung zu ermöglichen, sollten die SchülerInnen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt der Instrumentalausbildung in eine Ensemblesituation eingebunden werden. Es gilt als eine spezielle Qualität im JPR, dass die Stücke mittels einfacher Arrangementtechniken an den Entwicklungsstand von SchülerInnen angepasst werden. Die Improvisation ist in den unterschiedlichsten Spielformen ein zentrales Gestaltungselement.
>>> Literaturdatenbank
3. Eignung, Lernvoraussetzungen
3.1 Violine
Grundsätzlich ist das Erlernen der Violine ab dem Vorschulalter (ab ca. 4 oder 5 Jahren) möglich. Es wird empfohlen, dass die Lehrkraft die Eignung im Rahmen eines Beratungsgespräches mit den Eltern feststellt und die notwendigen Rahmenbedingungen für den Lernprozess erläutert.
In einigen Bundesländern gibt es ein Aufnahmeverfahren. Entwicklungspotentiale können meist während eines Probejahres festgestellt werden.
Anhaltspunkte für die Eignung können sein:
3.2 Violine Jazz Pop Rock
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
4. Ganzheitliche Pädagogik
4.1 Violine
4.2 Violine Jazz Pop Rock
Eine Melodie in verschiedenen Tonarten zu spielen (Transposition) fördert das lineare, intervallische Denken und damit das vom Notenbild unabhängige Spiel. Das Experimentieren anhand von Songs mit harmonischen Modi und verschiedenen Grooves bzw. Tempi verbessert die harmonische und rhythmische Beweglichkeit.
Notensatz- und multifunktionale Musikprogramme können wesentlich zu Effizienz und Flexibilität im modernen Unterricht beitragen und ermöglichen den LehrerInnen eine den SchülerInnen individuell angepasste Unterrichtsgestaltung.
Es sollten alle Sinne angesprochen (Augen, Ohren, Körperbewusstsein) und auf verschiedenste Wahrnehmungstypen eingegangen werden.
Ganzheitliche Pädagogik bedeutet im JRP-Bereich das Einbeziehen von nicht unmittelbar instrumentenbezogenen Elementen in den Unterricht wie:
Diese nicht auf die instrumentenspezifische Ebene reduzierten Elemente ermöglichen die individuelle Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen auf dem Weg zur Eigenständigkeit. Sie geben behutsam Hilfestellungen bei der Entwicklung eines ausgeprägten musikalischen Differenzierungsvermögens – vor allem auch in Bezug auf Modeströmungen und Fragen wie:
Die musikalischen Sprachen und „Codes“ der Popularmusik tradieren sich primär auditiv über Aufnahmen und Live-Konzerte und erst in zweiter Linie durch Notation. Ein nachhaltiger, von gutem Stilverständnis getragener Lernerfolg am Instrument lässt sich daher für die SchülerInnen nur in Verbindung mit aktivem Anhören, Analysieren, Imitieren und bestenfalls Transkribieren stilbildender InstrumentalistInnen erzielen.
Weitere Aspekte:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 4.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
5. Körper und Instrument, Technik
5.1 Violine
Hervorheben der Wichtigkeit eines entwickelten Körperbewusstseins
Zeitgemäße Ausstattung der Unterrichtsräume in der Musikschule
5.2 Violine Jazz Pop Rock
Entwicklung der inneren Klangvorstellung und einen eigenständigen inneren Pulses
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.5.
>>> Literaturdatenbank
6. Kultur-, musikhistorisches und musikkundliches Wissen
6.1 Violine
Das umfassende Ausbildungsangebot an Musikschulen beinhaltet auch die Vermittlung von musikhistorischem und musikkundlichem Wissen sowie eines allgemeinen Kulturwissens. Der musikalische Ausdruck, die Fähigkeit künstlerisch zu gestalten und das Werkverständnis werden durch den geschichtlichen Kontext bereichert.
Musikhistorisches Wissen
Musikkundliches Wissen
Kulturelles Wissen
6.2 Violine Jazz Pop Rock
Die Vermittlung von musikhistorischen Inhalten ist aufgrund des reichhaltigen Angebotes an qualitativ hochwertigen Dokumentationen JPR-geschichtlicher Ereignisse (international gültige Referenzaufnahmen und Meisterwerke stilbildender MusikerInnen) sehr gut möglich. Dies bezieht sich auch auf die Spezifika der verschiedenen Stilistiken in unterschiedlichen kulturellen und regionalen Kontexten zu verschiedenen Zeiten.
Musikkundliches Wissen
Es wird ein begleitender Theorieunterricht empfohlen, der möglichst breit gefächert und praxisnah sein soll. Gleichzeitig sollte den SchülerInnen ein Einblick in das gesamte musikalische Universum jenseits aller stilistischen Grenzen eröffnet werden und sie ermuntert werden, musikalisch offen zu denken und möglichst viel unterschiedliche Musik zu hören. Ziel sollte die Bildung eines Bewusstseins für Ästhetik, Geschmacksbildung, Horizonterweiterung etc. sein.
>>> siehe auch: Punkt 16
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.3.
>>> Literaturdatenbank
7. Lebendiger Unterricht und vielfältige Unterrichtsformen
Einzel-, Partner-, Gruppen-, Ensemble- und Klassenunterricht
7.1 Violine
Methodische Flexibilität bezieht sich auch auf Unterrichtsformen – diese sind weder grundsätzlich gut noch schlecht, sondern lediglich danach zu beurteilen, ob sie in Bezug auf die definierten Intentionen und die anstehenden Inhalte zielführend sind.
Auch wenn zunehmend neue Unterrichtsformen den traditionellen Einzelunterricht ergänzen: Eine wichtige Quelle positiver persönlicher und musikalischer Entwicklung der SchülerInnen an einer Musikschule ist eine persönliche, vertrauensvolle und beständige Beziehung zu ihren LehrerInnen.
Um eine optimale Förderung der SchülerInnen zu gewährleisten, ist bei der Wahl der Unterrichtsform sowohl auf die personellen und räumlichen Möglichkeiten der Musikschule als auch auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten der SchülerInnen zu achten.
7.2 Violine Jazz Pop Rock
Die SchülerInnen sollten so bald wie möglich – schon ab der Elementar- und Unterstufe – in Ensembles eingebunden werden, um ihnen eine Band-Erfahrung und die damit verbundene soziale Komponente des Musizierens zu vermitteln. Zuhören lernen, den Blick für das „musikalische Ganze“ entwickeln und Kritikfähigkeit zu erwerben sind Qualitäten, die in der Ensemblearbeit gebildet werden.
Spezifika der einzelnen Unterrichtsformen:
Einzelunterricht:
Partnerunterricht:
Gruppenunterricht:
Ensemble (als Ergänzung zu den anderen Unterrichtsformen):
Improvisation
Workshops mit Inhalten, die in den anderen Unterrichtsformen nicht bzw. nur begrenzt vermittelbar sind:
Diese Workshops eignen sich auch für die schulübergreifende Zusammenarbeit und den Einsatz von GastdozentInnen.
Weitere Ergänzungen zum Einzelunterricht:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
8. Übeformen/Übepraxis
8.1 Violine
Grundvoraussetzung zum selbstständigen Üben zuhause ist die Freude am Spiel. Diese kann durch einen lebendigen Unterricht (gemeinsames Musizieren, Einbeziehen von musikalischen „Lieblingsthemen“ der SchülerInnen, Vorbereitung auf einen Auftritt usw.), durch die Unterstützung der Eltern und durch positives Feedback gefördert werden.
8.2 Violine Jazz Pop Rock
Es gilt, die SchülerInnen zu einem effizienten, spannenden und motivierenden Üben hinzuführen.
Das regelmäßige Üben sollte durch Zielvorgaben (schriftliche Aufgabenstellung), die im Unterricht durch individuell abgestimmte Übeformen und Übesequenzen erläutert und erarbeitet werden, möglich sein. Das gemeinsame Erstellen eines individuellen Übeplans stellt einen wesentlichen Unterrichtsinhalt dar. Aufzeichnungen ("Übetagebücher") der SchülerInnen über ihre Übegewohnheiten werden empfohlen und dienen den LehrerInnen und SchülerInnen als wichtige Informationsquelle über das Überverhalten.
In der Übepraxis gelten als wichtige technische Hilfsmittel, um zu einem inneren Puls und zu einem inneren Erleben von musikalischen Formen und Perioden hinzuführen:
Durch Imitation der Lehrkraft und wichtiger musikalischer Vorbilder, durch Vor- und Nachspiel, „call-response“, Transkription, Transposition sowie die Beschäftigung mit Texten (auch bei Instrumentalmusik) werden auf der nonverbalen Ebene zentrale, für die JPR-Musik wichtige Fähigkeiten der SchülerInnen ausgebildet. Das Auswendiglernen von Themen, Songformen, Etüden, Akkordprogressionen sowie Patterns sollte dabei eine Selbstverständlichkeit sein. Mit Hilfe von mentalem Training können bestimmte Aufgabenstellungen ökonomischer bewältigt werden.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.
>>> Literaturdatenbank
9. Einbeziehung und Mitarbeit der Eltern
Die Eltern sollen grundsätzlich in das Musikschulgeschehen aktiv eingebunden werden. Beim Unterricht stehen die SchülerInnen im Mittelpunkt. Die Mitarbeit der Eltern ist den individuellen Bedürfnissen anzupassen, wobei auf eine ausgewogene Balance zwischen zu wenig Elterninteresse und zu viel Elternaktivität zu achten ist.
Je nach Möglichkeit und Bereitschaft seitens des Elternhauses gibt es einige Hilfestellungen zur Förderung eines positiven Bildungswegs:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.5.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.5.
>>> Literaturdatenbank
10. Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts
10.1 Violine
Eine gezielte Unterrichtsplanung ermöglicht es, alle SchülerInnen individuell zu betreuen und zu fördern. Die Bildungsziele sind von der Lehrkraft aktiv in den Unterricht einzubringen, wobei die Wünsche der SchülerInnen beachtet und berücksichtigt werden sollen.
10.2 Violine Jazz Pop Rock
In der langfristigen Planung setzen sich die Lehrerkräfte mit den grundsätzlichen Lernzielen auseinander, die sich im Detail auf die Vereinbarung mit den SchülerInnen gründen. In der kurzfristigen Unterrichtsplanung wird die Lehrkraft auf aktuelle Bedürfnisse und Erfordernisse (Spektrum mit neuesten Stilen erweitern, mit den SchülerInnen "am Ball bleiben", individuelle Orientierung) Rücksicht nehmen und situationsbezogen reagieren.
Durch die Nachbereitung hat die Lehrkraft die Möglichkeit, den Entwicklungsverlauf zu verfolgen. Eine gute Dokumentation wirkt sich positiv auf die weitere Planung des Unterrichts aus.
In diesem Zusammenhang sind auch das eigene Üben und Vorspielen der Lehrkraft sowie Supervision und Reflexion von Bedeutung.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.
>>> Literaturdatenbank
11. Lernziele/Bildungsziele (nach Entwicklungsstufen/Leistungsstufen)
11.1 Violine
Als Grundstruktur wird von vier Entwicklungsstufen ausgegangen: Elementar-, Unter-, Mittel- und Oberstufe.
Die Verweildauer in den einzelnen Stufen liegt zwischen zwei (bei der Elementarstufe) und mehreren Jahren und richtet sich im Wesentlichen nach dem Anfangsalter, der Vorbildung, der Unterrichtsform und der Unterrichtsdauer. Ebenso müssen Faktoren wie das psychologische und soziale Umfeld der SchülerInnen, etwaige Erkrankungen oder ein Wechsel der Lehrkraft beachtet werden.
In allen Stufen sollen neben der Technik am Instrument und der Musikalität folgende Punkte gefördert werden:
11.2 Violine Jazz Pop Rock
Die SchülerInnen sollen durch ein stilistisch und historisch breit gefächertes Bildungsangebot mit der Musik des JPR umfassend vertraut gemacht werden. Oberstes Ziel ist die Erlangung von Eigenständigkeit in der Erarbeitung von ausgewählten Stücken und Programmen unterschiedlicher Stile. Dies setzt umfassende Kenntnisse der angewandten Theorie in Verbindung mit einem persönlich ausgeprägten ästhetischen Sinn und das Sensorium zur stilistischen Differenzierung ebenso voraus wie die Aneignung der entsprechenden geigentechnischen Fertigkeiten. Um diesem Anspruch in einem größtmöglichen Ausmaß gerecht zu werden, sollte den SchülerInnen genügend Zeit in ihrer Ausbildung eingeräumt werden.
Beim Entwickeln von Fähigkeiten in der Improvisation in den unterschiedlichen Stilistiken des JPR-Bereichs bedient man sich einer gemeinsamen Sprache über das Material, mit dem gearbeitet und gestaltet wird. Die Angewandte Theorie ist ein Anspruch an die Hauptfachlehrkräfte, die diese Inhalte in die instrumentalpädagogische Arbeit integrieren sollten. Im Ergänzungsfach JPR-Theorie kann durch ein im Instrumentalunterricht herangebildetes Wissen effizienter gearbeitet werden. Zusammenhänge von Theorie und Musik können deutlicher aufgezeigt und erkannt werden.
Im Besonderen soll erreicht werden:
Die Lern- und Bildungsziele sind in den Bundesländern unterschiedlich definiert. Dies ist auch bedingt durch die unterschiedlichen Strukturen der Landesmusikschulwerke und wie JPR-Unterricht bis jetzt positioniert wurde. Auch in den Schülerstrukturen unterscheiden sich die Bundesländer teilweise sehr deutlich. Die folgenden Bildungsziele für die Elementar-, Unter-, Mittel und Oberstufe können als Orientierung dienen.
Allgemeine Bildungs- und Lernziele:
11.3 Leistungsstufen Violine
11.3.1 Elementarstufe
In der Elementarstufe werden grundlegende Fertigkeiten am Instrument und ein musikalisches Basiswissen erworben.
Anhaltspunkte:
Nach Möglichkeit soll der Instrumentalunterricht bereits in der Elementarstufe durch einen elementaren Musiklehrekurs ergänzt werden.
11.3.2 Unterstufe
In der Unterstufe werden die allgemeinen musikalischen und technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten am Instrument erweitert und ein erster Einblick in verschiedene Epochen und Stile vermittelt.
11.3.3 Mittelstufe
In der Mittelstufe werden die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickelt und ausgebaut. Es wird bereits auf größere Werke der Violinliteratur (solistisch und kammermusikalisch) eingegangen und die Selbstständigkeit der SchülerInnen noch mehr gefördert.
11.3.4 Oberstufe
In der Oberstufe wird exemplarisch an wichtigen Werken aller Epochen gearbeitet. Besonders talentierten SchülerInnen dient sie auch als Vorbereitung auf musikalische Berufsausbildungen (Musikstudien an Konservatorien und Universitäten, Instrumentenbau etc.).
11.4 Leistungsstufen Violine Jazz Pop Rock
11.4.1 Elementar- und Unterstufe
Die Bildungsziele decken sich in diesen Bereichen weitgehend mit jenen der „klassischen“ Geige und werden durch angewandte Theorie ergänzt.
11.4.2 Mittelstufe
(AnfängerInnen bzw. UmsteigerInnen von der „klassischen“ Geige)
Die folgenden Bereiche werden den Vorkenntnissen der SchülerInnen angepasst:
11.4.3 Oberstufe
Der gesamte Stoff der Mittelstufe wird weitergeführt. Es werden nur die neu hinzukommenden Bereiche angeführt.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
12. Empfehlungen für Übertrittsprüfungen
12.1 Violine
Übertrittsprüfungen sind Qualifikationen, die ein erreichtes Lernziel dokumentieren.
Es gibt unterschiedliche und bewährte Regelungen in den einzelnen Bundesländern, das hier Angeführte kann als Leitfaden dienen. In der Regel ist in jeder Stufe der entsprechende Theorieunterricht zu besuchen.
Studienabschnitte:
Allgemeine Bewertungskriterien:
Allgemeine Empfehlungen für die Programmauswahl:
Mögliche Formen:
Motivierende „Feed back“-Gespräche zwischen Lehrkraft, SchülerInnen und Eltern werden angeregt.
Die Wertschätzung über die abgelegte Prüfung soll in einer dem Anlass entsprechenden Feier zum Ausdruck gebracht werden, z.B. durch Überreichung einer Urkunde (Abzeichen oder Ähnliches) durch Persönlichkeiten aus dem Kulturleben.
12.2 Violine Jazz Pop Rock
Es gibt in den Bundesländern bereist bewährte Modelle zum Lernerfolgsnachweis, die sich an den landestypischen Strukturen orientieren. Das hier angeführte Modell hat Beispielcharakter.
12.3 Empfehlungen Violine
12.3.1 Elementarprüfung
(von der Elementar- in die Unterstufe)
Eignungsfeststellung (Überprüfung der Lernziele der Elementarstufe) in kindgerechter Form.
12.3.2 Zweite Übertrittsprüfung
(von der Unter- in die Mittelstufe)
Es wird empfohlen, die 1. Übertrittsprüfung nicht vor dem 12. Lebensjahr anzusetzen.
Dauer des Vorspiels: ca. 10 Minuten
Technische Anforderungen:
12.3.3 Zweite Übertrittsprüfung
(von der Mittel- in die Oberstufe)
Dauer des Vorspiels: ca. 15 bis 20 Minuten
Technische Anforderungen:
12.3.4 Abschlussprüfung
(am Ende der Oberstufe)
Dauer des Vorspiels: ca. 25 bis 30 Minuten
Repräsentativer Querschnitt des bisherigen musikalischen Werdegangs.
StudienanwärterInnen orientieren sich an den Anforderungen einer Aufnahmeprüfung der weiterführenden Institutionen.
12.4 Empfehlungen Violine Jazz Pop Rock
12.4.1 Elementar- und JPR I (=Unterstufe)
Der Lernerfolgsnachweis auf diesem Lernniveau ist anhand eines Auftritts messbar.
12.4.2 JPR II (=Mittelstufe)
Die praktische Umsetzung erfordert das gesamte instrumentenspezifisch relevante, theoretische Wissen der JPR-Theorie I.
12.4.3 JPR III (=Oberstufe)
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
13. Besondere Hinweise zum „frühinstrumentalen Unterricht“ und zum Unterricht mit „jugendlichen und erwachsenen AnfängerInnen“
13.1 Violine
Aspekte beim frühinstrumentalen Unterricht:
Jugendliche AnfängerInnen:
Erwachsene AnfängerInnen:
13.2 Violine Jazz Pop Rock
Im frühinstrumentalen Unterricht sollte in spielerischer Form – durch das Tun (kreative Schulen, Unterrichten ohne Noten, Nutzung improvisatorischer Möglichkeiten) – die Spielfreude und Lust zum Musizieren gefördert werden. Begleitend zum Hauptfachunterricht sollten die Vorzüge des Musizierens in der Gruppe in der Arbeit mit Kindern verstärkt genutzt werden.
Unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Jazz Pop Rock spezifischen Vorlieben sollten Jugendliche pädagogische Begleitung vorfinden, mittels derer sie ihren musikalischen Horizont erweitern können.
Erwachsene haben häufig eine sehr konkrete Vorstellung von dem, was die Musikschule für sie leisten soll. Ausgehend von sehr unterschiedlichen Lernniveaus sollten sie ehest möglich die Chance bekommen, entsprechend Ihrer instrumentaltechnischen Möglichkeiten, positive Erfahrungen im Ensemblespiel zu machen.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
14. Hinweise zum Unterricht mit „Menschen mit Behinderungen“
Sonderpädagogik soll grundsätzlich in der Musikschule möglich sein, die Bereitschaft und Fähigkeit der Lehrkraft ist jedoch Voraussetzung. Bei Bedarf muss eine Aus- oder Fortbildung und/oder zusätzliche fachliche Hilfestellung möglich sein.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
15. Instrumentenkundliches (Sonderformen, Pflege, Kauf, ...)
Informationen zu Kauf, Pflege und Wartung:
Es sollten genügend Leihinstrumente – sowohl Anfänger- als auch Präsentationsinstrumente – in der Musikschule vorhanden sein.
Eltern sollten auf Leasing-Systeme für Leihinstrumente in allen Größen hingewiesen werden.
>>> Literaturdatenbank
16. Fachspezifische Besonderheiten
16.1 Violine
16.2 Violine Jazz Pop Rock
>>> Literaturdatenbank
 KOMU - Konferenz der österreichischen Musikschulwerke
VESCON Systemtechnik GmbH