Kultur von Anfang an!
Frühkindliche musikalische und künstlerische Bildung – eine europäische Zukunftsaufgabe
Wer täglich in Musikschulen arbeitet, weiß: Die ersten musikalischen Erfahrungen sind oft die prägendsten. Frühkindliche kulturelle Bildung ist kein Randthema – sie ist das Fundament unserer Arbeit und entscheidet mit darüber, wie viele Kinder wir langfristig für Musik und Kunst begeistern können.
Als Partner im neuen Erasmus+-Projekt CC-ECME (Co-Connecting Early Childhood Music Education: Towards Systems Thinking in European Music Institutions) setzt sich die Europäische Musikschulunion (EMU) für praxisnahen Support, Weiterbildung und gezielte Advocacy auf allen Ebenen ein – lokal, regional, national und europäisch. Das klare Ziel: Jedes Kind in Europa soll Zugang zu hochwertiger musikalischer und künstlerischer Bildung haben.
Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle der Musik- und Kunstschulen als zentrale Akteure frühkindlicher kultureller Bildung in europäischen Bildungssystemen. Sie ermöglichen breiten frühen Zugang durch eigene elementare Angebote sowie durch Kooperationen mit Kindergärten und Schulen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu Chancengerechtigkeit und kultureller Teilhabe.
Good-Practices in Europa
Um diese Vielfalt sichtbar zu machen, hat die EMU im Rahmen eines europaweiten Calls Good-Practice-Modelle gesammelt – mit besonders starker Beteiligung der KOMU. Die nachfolgenden Beispiele aus Österreich und Südtirol zeigen, wie vielfältig, innovativ und auch strukturell verankert frühkindliche kulturelle Bildung umgesetzt wird und lassen sich dabei vier zentralen Entwicklungsfeldern zuordnen.
Struktur und systemische Verankerung
In Vorarlberg haben alle 1. und 2. Klassen der Volksschulen Anspruch auf eine Zusammenarbeit mit Musikschulen – die Kooperation ist damit strukturell abgesichert.
In Südtirol sind die Musikschulen strukturell im Bildungsdepartment verankert – Kooperation wird hier selbstverständlich im Alltag gelebt.
Forschung und Wirkungsorientierung
In Oberösterreich konnte mit dem Neurowissenschaftler Manfred Spitzer eine Studie zur Wirkung elementarer musikalischer Bildung im Kindergarten durchgeführt. Die Ergebnisse unterstreichen die nachhaltige Bedeutung früher musikalischer Förderung.
Innovative Praxisformate und Kooperationsmodelle
In Wien steht ELEMU für ein ganzheitliches Konzept: In multikulturellen Klassenräumen schafft es durch Musik Begegnungsräume, stärkt soziale Kompetenzen und verbindet musikalisches Lernen mit gelebter Vielfalt.
In Salzburg setzen „singende" und "klingende Klassenzimmer“ ein starkes Zeichen für die vertiefte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Musikschulen.
In Niederösterreich fördert der jährliche „Tag der frühkindlichen kulturellen Bildung“ den fachlichen Austausch und Vernetzung. Mit dem Kindergarten-Vermittlungsprogramm KUKUDU wurde eine bunte und vielfältige Online-Plattform geschaffen, mit dem Ziel, kulturelle Bildung in den Familienalltag zu integrieren.
Im Burgenland eröffnet das Projekt Plapageno aktuell ein neues Betätigungsfeld für Musikschullehrende: Erstmals werden musikalische Angebote gezielt in der Sprachförderung in Kindergärten eingesetzt – ein Ansatz, der neue Perspektiven für die Rolle von Musikschulen eröffnet.
Qualifizierung und Professionalisierung
In Kärnten wurde im Rahmen der Kompetenzorientierung an Musikschulen ein Kompetenzprofil für Lehrende im Elementaren Musizieren entwickelt und in der aktuellen, breit rezipierten Broschüre veröffentlicht.
In der Steiermark wird auch in einer Podcastfolge zu Kinderstimmbildung und Kinderchorleitung fachlich informiert.
Und in Tirol erweitert ein neuer Lehrgang für Elementare Musikpädagogik das vielfältige Ausbildungsangebot in diesem Bereich.
Diese Entwicklungen zeigen deutlich: Frühkindliche kulturelle Bildung ist kein Zusatzangebot, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe – für Österreich und für Europa.
CC-ECME Erasmusprojekt
Wer täglich in Musikschulen arbeitet, weiß: Die ersten musikalischen Erfahrungen sind oft die prägendsten. Frühkindliche kulturelle Bildung ist kein Randthema – sie ist das Fundament unserer Arbeit und entscheidet mit darüber, wie viele Kinder wir langfristig für Musik und Kunst begeistern können.
Als Partner im neuen Erasmus+-Projekt CC-ECME (Co-Connecting Early Childhood Music Education: Towards Systems Thinking in European Music Institutions) setzt sich die Europäische Musikschulunion (EMU) für praxisnahen Support, Weiterbildung und gezielte Advocacy auf allen Ebenen ein – lokal, regional, national und europäisch. Das klare Ziel: Jedes Kind in Europa soll Zugang zu hochwertiger musikalischer und künstlerischer Bildung haben.
Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle der Musik- und Kunstschulen als zentrale Akteure frühkindlicher kultureller Bildung in europäischen Bildungssystemen. Sie ermöglichen breiten frühen Zugang durch eigene elementare Angebote sowie durch Kooperationen mit Kindergärten und Schulen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu Chancengerechtigkeit und kultureller Teilhabe.
Good-Practices in Europa
Um diese Vielfalt sichtbar zu machen, hat die EMU im Rahmen eines europaweiten Calls Good-Practice-Modelle gesammelt – mit besonders starker Beteiligung der KOMU. Die nachfolgenden Beispiele aus Österreich und Südtirol zeigen, wie vielfältig, innovativ und auch strukturell verankert frühkindliche kulturelle Bildung umgesetzt wird und lassen sich dabei vier zentralen Entwicklungsfeldern zuordnen.
Struktur und systemische Verankerung
In Vorarlberg haben alle 1. und 2. Klassen der Volksschulen Anspruch auf eine Zusammenarbeit mit Musikschulen – die Kooperation ist damit strukturell abgesichert.
In Südtirol sind die Musikschulen strukturell im Bildungsdepartment verankert – Kooperation wird hier selbstverständlich im Alltag gelebt.
Forschung und Wirkungsorientierung
In Oberösterreich konnte mit dem Neurowissenschaftler Manfred Spitzer eine Studie zur Wirkung elementarer musikalischer Bildung im Kindergarten durchgeführt. Die Ergebnisse unterstreichen die nachhaltige Bedeutung früher musikalischer Förderung.
Innovative Praxisformate und Kooperationsmodelle
In Wien steht ELEMU für ein ganzheitliches Konzept: In multikulturellen Klassenräumen schafft es durch Musik Begegnungsräume, stärkt soziale Kompetenzen und verbindet musikalisches Lernen mit gelebter Vielfalt.
In Salzburg setzen „singende" und "klingende Klassenzimmer“ ein starkes Zeichen für die vertiefte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Musikschulen.
In Niederösterreich fördert der jährliche „Tag der frühkindlichen kulturellen Bildung“ den fachlichen Austausch und Vernetzung. Mit dem Kindergarten-Vermittlungsprogramm KUKUDU wurde eine bunte und vielfältige Online-Plattform geschaffen, mit dem Ziel, kulturelle Bildung in den Familienalltag zu integrieren.
Im Burgenland eröffnet das Projekt Plapageno aktuell ein neues Betätigungsfeld für Musikschullehrende: Erstmals werden musikalische Angebote gezielt in der Sprachförderung in Kindergärten eingesetzt – ein Ansatz, der neue Perspektiven für die Rolle von Musikschulen eröffnet.
Qualifizierung und Professionalisierung
In Kärnten wurde im Rahmen der Kompetenzorientierung an Musikschulen ein Kompetenzprofil für Lehrende im Elementaren Musizieren entwickelt und in der aktuellen, breit rezipierten Broschüre veröffentlicht.
In der Steiermark wird auch in einer Podcastfolge zu Kinderstimmbildung und Kinderchorleitung fachlich informiert.
Und in Tirol erweitert ein neuer Lehrgang für Elementare Musikpädagogik das vielfältige Ausbildungsangebot in diesem Bereich.
Diese Entwicklungen zeigen deutlich: Frühkindliche kulturelle Bildung ist kein Zusatzangebot, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe – für Österreich und für Europa.
CC-ECME Erasmusprojekt